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Draxler: Keine Spaltung im DFB-Team - 2014 bessere Stimmung

Erlebte zwei Weltmeisterschaften mit dem DFB-Team: Julian Draxler (M). Foto: Angelika Warmuth

Erlebte zwei Weltmeisterschaften mit dem DFB-Team: Julian Draxler (M). Foto: Angelika Warmuth

München (dpa) - Fußball-Nationalspieler Julian Draxler hat Berichte über eine gravierende Spaltung in der DFB-Auswahl während der WM in Russland zurückgewiesen.

«Klar, der eine kann mit dem besser, der andere mit dem. Das ist doch ganz normal, das kennt sicherlich jeder. Dass wir aber total isoliert waren oder gegeneinander gekämpft haben, war definitiv nicht der Fall», sagte der Profi von Paris Saint-Germain in einem Interview den Zeitungen der FUNKE Mediengruppe.

Draxler war in einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» im August einer Gruppe um Jérôme Boateng und Leroy Sané zugeordnet worden, die sich angeblich mit Spielern ohne Migrationshintergrund gefrotzelt haben soll. «Grundsätzlich kann bei uns im Team jeder mit jedem – das zählt. Wir wollen ein Vorbild für Integration sein», sagte Draxler. Böswilligkeiten oder Lästereien habe es nicht gegeben.

Der Weltmeister von 2014 konstatierte jedoch auch, dass die Stimmung vor vier Jahren in Brasilien viel besser war als in diesem Sommer in Russland. «Man merkt es an Kleinigkeiten. Etwa, dass man mal länger zusammen am Tisch beim Abendessen sitzt», sagte der 24-Jährige. «Aber der Geist, der in Brasilien entstanden ist, den hatten wir dieses Mal nicht. Der hat gefehlt und den kann man auch leider nicht künstlich heraufbeschwören», meinte Draxler.

Der Offensivmann trat Gerüchten entgegen, er habe im WM-Quartier nächtelang am Computer gespielt. «Es ist ja nicht so, als wenn ich jede Nacht bis vier, fünf Uhr gezockt hätte. Dann wäre es etwas anderes. Ich achte sehr professionell darauf, wie ich meine Freizeit gestalte», sagte er.

Im Gegensatz zu Bundestrainer Joachim Löw steht Draxler nach eigener Aussage noch in Kontakt mit dem wegen der Querelen um die Erdogan-Fotos zurückgetretenen Mesut Özil. «Ich finde es sehr, sehr schade, wie das geendet ist. Für alle», sagte Draxler.

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