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Ein Foto, zwei Nationalspieler - und jede Menge Kritik

Die beiden deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan (l-r) und Mesut Özil posieren zusammen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für ein Foto. Foto: Uncredited/Pool Presdential Press Service/AP

Die beiden deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan (l-r) und Mesut Özil posieren zusammen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für ein Foto. Foto: Uncredited/Pool Presdential Press Service/AP

Leverkusen (dpa) - Seit fast vier Wochen begleitet die Debatte um Ilkay Gündogan und Mesut Özil die Vorbereitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Russland. Die Deutsche Presse-Agentur schildert den Verlauf.

14. Mai: Bilder von Özil und Gündogan kurz vor der WM-Nominierung sorgen für Wirbel. Die Profis lassen sich in London mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ablichten. Die Fotos werden von Erdogans Partei veröffentlicht. Es hagelt Kritik.

15. Mai: Die beiden in Gelsenkirchen geborenen Spieler mit türkischen Wurzeln stehen im WM-Aufgebot von Bundestrainer Löw. Kritik gibt es weiter. DFB-Präsident Reinhard Grindel spricht von einem «Fehler» der beiden. Er mahnt aber einen maßvollen Umgang mit dem Thema an.

19. Mai: Özil und Gündogan treffen in Berlin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. Zudem führen sie ein klärendes Gespräch mit der DFB-Spitze. Wie sich die beiden Fußballstars intern genau erklären, erfährt die Öffentlichkeit nicht.

2. Juni: Die Diskussion ist auch zwei Wochen nach dem Erdogan-Treffen nicht beendet. Beim Testspiel in Österreich gibt es aus dem deutschen Fanblock vereinzelt Pfiffe gegen die zwei deutschen Nationalspieler.

5. Juni: Özil schweigt weiter. Gündogan erklärt sich auf dem Medientag der Nationalmannschaft einzelnen Medien. «Wir haben aufgrund unserer türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei. Das heißt aber nicht, dass wir jemals behauptet hätten, Herr Steinmeier sei nicht unser Bundespräsident oder Frau Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin», sagt Gündogan in einem dpa-Interview. Özil und er hätten niemals «ein politisches Statement» setzen wollen.

7. Juni: Oliver Bierhoff versucht, eine Woche vor dem WM-Start die Debatte mit einer Basta-Ansage zu beenden. «Was hätten wir noch mehr machen sollen? Ich bin der Meinung, wir haben sehr viel gemacht - und jetzt reicht es dann auch», sagt der Teammanager in Südtirol.

8. Juni: Der Wunsch geht nicht in Erfüllung. Die Pfiffe gegen Gündogan sind beim 2:1 gegen Saudi-Arabien lauter als in Österreich. Der Mittelfeldspieler verlässt die Leverkusener Arena niedergeschlagen. «Das hat mich schon geschmerzt», sagt Löw. Die Teamkollegen rätseln. «Wir sagen immer, das Thema ist beendet. Anscheinend ist das nicht der Fall», stellt Sami Khedira fest.

9. Juni: Von Özil ist weiterhin nichts zu hören. Der 27-jährige Gündogan twittert trotz der Fan-Pfiffe gegen ihn: «Letztes Spiel vor der Weltmeisterschaft und immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen.»

10. Juni: Ligapräsident Reinhard Rauball kritisiert den DFB für sein Krisenmanagement in der Causa Özil/Gündogan. «Das Thema ist in der Tat unterschätzt worden», sagt er der «Bild am Sonntag». «Und ich glaube auch, dass man es nicht alleine mit den Maßnahmen und Erklärungen, die bisher erfolgt sind, aus der Welt schaffen kann.»

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