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Parallelen zwischen Özil, Lukaku und Benzema

Mesut Özil will nicht als Sündenbock für das WM-Vorrunden-Aus der DFB-Elf herhalten. Foto: Christian Charisius

Mesut Özil will nicht als Sündenbock für das WM-Vorrunden-Aus der DFB-Elf herhalten. Foto: Christian Charisius

Berlin (dpa) - Mit scharfen Rassismus-Vorwürfen gegen Verbandschef Reinhard Grindel und andere DFB-Funktionäre hat sich Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgezogen.

In seiner mehrteiligen Stellungnahme vom Sonntag schrieb der gebürtige Gelsenkirchener mit türkischen Wurzeln unter anderem: «In den Augen von Grindel und seinen Helfern bin ich Deutscher, wenn wir gewinnen, aber ein Immigrant, wenn wir verlieren.» Mit diesem Gefühl steht Özil in der internationalen Fußballszene nicht alleine da - andere Stars mit Migrationshintergrund empfinden ähnlich.

So schrieb der belgische Nationalspieler und WM-Teilnehmer Romelu Lukaku in einem Gastbeitrag für das Sportportal «The Players' Tribune»: «Wenn es gut lief, las ich Zeitungsartikel und sie nannten mich Romelu Lukaku, den belgischen Stürmer. Wenn es nicht gut lief, nannten sie mich Romelu Lukaku, den belgischen Stürmer kongolesischer Herkunft.»

Der französische Nationalstürmer Karim Benzema, der algerische Wurzeln hat, fasste seine Rassismus-Kritik ganz ähnlich zusammen: «Treffe ich, bin ich Franzose. Treffe ich nicht, bin ich Araber.»

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