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1860 München, Cottbus und Uerdingen steigen in 3. Liga auf

1860-Trainer Daniel Bierofka (M) und seine Spieler feiern den Aufstieg in die 3. Liga. Foto: Angelika Warmuth

1860-Trainer Daniel Bierofka (M) und seine Spieler feiern den Aufstieg in die 3. Liga. Foto: Angelika Warmuth

München (dpa) - Die früheren Bundesligisten 1860 München, Energie Cottbus und KFC Uerdingen haben den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga perfekt gemacht.

München reichte nach dem 3:2 im Hinspiel gegen den 1. FC Saarbrücken ein 2:2 (0:1), um sich in der Aufstiegsrunde durchzusetzen. Cottbus genügte gegen den großen Außenseiter SC Weiche Flensburg ein 0:0 zum Sprung aus der Regionalliga. Das Hinspiel hatten die Brandenburger mit 3:2 gewonnen. Uerdingen führte beim von Ausschreitungen überschatteten Rückspiel gegen Waldhof Mannheim mit 2:1 (2:1), als die Partie vorzeitig abgebrochen wurde.

Grund für den Abbruch waren Rauchbomben, Raketen und Böllerschüsse auf den Tribünen des Mannheimer Carl-Benz-Stadions. Schiedsrichter Patrick Ittrich unterbrach das Spiel nach 82 Minuten und wartete zunächst einige Minuten auf dem Feld. Weil immer wieder neue Knallkörper von Mannheimer Anhängern gezündet wurden, beorderte Ittrich die Spieler nach 89 Minuten in die Kabinen. Als nach der Rückkehr wieder Raketen kamen, brach der Referee die Partie ab. Über die endgültige Spielwertung entscheidet das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Das teilte der DFB auf seiner Homepage mit.

«Das gehört natürlich nicht zum Sport, zum Fußball dazu. Es gibt immer wieder Leute, die sowas machen. Es tut mir leid, dem Verein tut es leid», sagte Mannheims Sportchef Jochen Kientz dem SWR. Das Hinspiel hatten die Krefelder mit 1:0 für sich entschieden.

Mannheim hat bereits in den vergangenen beiden Jahren den Aufstieg in die 3. Liga in den den Aufstiegsspielen verpasst. Die Tore für den KFC, der den Durchmarsch von der Oberliga in die 3. Liga schaffte, erzielten Connor Krempicki (29. Minute) und Tanju Öztürk (39.). Der zwischenzeitliche Ausgleich kam von Patrick Mayer (32.).

Sascha Mölders und Joker Simon Seferings schossen 1860 derweil zum Aufstieg. Nach seinem Doppelpack beim 3:2 im Hinspiel gegen Saarbrücken rettete Mölders die «Löwen» auch im Heimspiel. Der 33-Jährige verwandelte in der 66. Minute einen Foulelfmeter zum 1:2. Seferings machte dann Sekunden nach seiner Einwechslung alles klar (83.).

Zuvor hatten die Münchner nach einem 0:2 schon vor dem Aus in den Aufstiegs-Playoffs gestanden. Vor rund 12 500 Zuschauern im ausverkauften Grünwalder Stadion brachte ein Eigentor von Jan Mauersberger (33.) 1860 in Rückstand. Nach der Pause ließ Sebastian Jacob die Gäste ein weiteres Mal jubeln (58.).

Energie Cottbus feierte nach zwei Jahren in der Regionalliga die ersehnte Rückkehr. Vor 20 056 Zuschauern im Stadion der Freundschaft musste der souveräne Meister der Nordost-Staffel von Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen Flensburg lange zittern, durfte am Ende aber verdient jubeln.

Mit dem Aufstieg krönte Energie sein Fußballjahr mit 28 Siegen aus 34 Ligaspielen. Von 2000 bis 2003 und 2006 bis 2009 spielte Cottbus insgesamt sechs Spielzeiten in der Bundesliga, die 3. Liga soll mittelfristig nur Durchgangsstation in Richtung Liga zwei sein.

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