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DHB-Frauen als Gruppenzweiter in die EM-Hauptrunde

Die deutschen Handball-Frauen feiern das Erreichen der EM-Hauptrunde in Frankreich. Foto: Fredrik Varfjell

Die deutschen Handball-Frauen feiern das Erreichen der EM-Hauptrunde in Frankreich. Foto: Fredrik Varfjell

Brest (dpa) - Nach dem Happy End im Handball-Krimi gegen Tschechien hüpften Deutschlands Handball-Frauen ausgelassen über das Parkett und posierten voller Stolz für ein Siegerfoto.

Durch das 30:28 (16:16) im letzten Vorrundenduell buchte die DHB-Auswahl in Brest als Zweiter der Gruppe D das Ticket für die EM-Hauptrunde. «Das war eine schwere Geburt», sagte Bundestrainer Henk Groener. «Da war zu viel Hektik drin. Aber die Mannschaft hat nie aufgegeben.»

Nach dem 33:32-Sensationssieg gegen Titelverteidiger Norwegen und der 24:29-Niederlage gegen Gruppensieger Rumänien nimmt die DHB-Auswahl 2:2 Punkte mit. Im Kampf um den Einzug in die Medaillenrunde trifft das deutsche Team in Nancy am Freitag zunächst auf Spanien. Weitere Gegner sind Ungarn am Sonntag und der WM-Dritte Niederlande am kommenden Mittwoch.

Die jeweils beiden besten Mannschaften der zwei Hauptrundengruppen ziehen ins Halbfinale am 14. Dezember in Paris ein, die Drittplatzierten spielen am gleichen Tag um Platz fünf. «In der Hauptrunde hoffe ich, dass die Mannschaft permanent zeigt, was sie ausmacht: Kampf, Moral und Siegeswille», sagte Groener.

Beste DHB-Werferin gegen Tschechien war Meike Schmelzer mit sieben Toren. Daneben zeigte Torfrau Dinah Eckerle ihre mit Abstand beste Turnierleistung. «Die beiden waren der Schlüssel zum Erfolg», lobte Rückspielerin Xenia Smits. Und Kapitänin Julia Behnke frohlockte: «Ich bin total erleichtert. Es war sicher nicht unser bestes Spiel.»

Im Nervenduell mit Tschechien ging die junge deutsche Mannschaft in der ersten Hälfte durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem passablen Start und einer 6:5-Führung kam sie für fast zehn Minuten aus dem Tritt, die Tschechinnen zogen auf 12:7 davon. Die DHB-Frauen bekamen vor allem Iveta Luzumova nicht in den Griff. Erst als die Rückraumspielerin vom deutschen Meister Thüringer HC mit einer Ellenbogenverletzung über zehn Minuten lang behandelt werden musste, drehte sich die Partie.

Torfrau Eckerle steigerte sich, Angie Geschke verwandelte vier Strafwürfe inklusive ihrem 200. Länderspieltor zum 12:14 und die 20-jährige Emily Bölk traf nach Belieben. Beim 14:14 war der Ausgleich wieder hergestellt, zur Pause stand die DHB-Auswahl beim 16:16 virtuell in der Hauptrunde.

Auch wenn beim 18:17 die erneute Führung gelang, konnte die Groener-Truppe ihre Nervosität und Hektik weiter nicht ablegen. «Es war das erwartete Endspiel mit viel Druck», stellte der Bundestrainer fest. «Wir waren lange zu ängstlich im Angriff.»

Mitte der zweiten Hälfte stand die deutsche Mannschaft dann hinten besser und reduzierte vorne die Zahl der Fehlwürfe. Spätestens nach Schmelzers Tor zum 24:20 in der 49. Minute wirkte sie vom Druck befreit. Zwar blieb es bis zum Schluss eng, doch am Ende jubelte das deutsche Team. «Es ist top, dass wir das Ziel erreicht haben», so Groener.

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