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Daniel Jasinski: Gedopte Athleten «lebenslang sperren»

Diskuswerfer Daniel Jasinski spricht sich für lebenslange Doping-Sperren aus. Foto(2016): Rainer Jensen Foto: Rainer Jensen

Diskuswerfer Daniel Jasinski spricht sich für lebenslange Doping-Sperren aus. Foto(2016): Rainer Jensen Foto: Rainer Jensen

Nürnberg (dpa) - Diskuswerfer Daniel Jasinski findet Zwei-Jahres-Sperren für überführte Dopingsünder nicht ausreichend, sondern absurd und unfair.

«Ich finde, Leute, die erwischt werden, gehören lebenslang gesperrt», sagte der Olympia-Dritte vom TV Wattenscheid den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Es kann mir keiner erzählen, dass man, wenn man bei Olympia erwischt wird, im Vorfeld nicht richtig informiert war», ergänzte der 28-Jährige. Er will sich bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg ebenso wie Olympiasieger Robert Harting (Berlin) noch für die Leichtathletik-EM in Berlin (6. bis 12. August) qualifizieren.

«Genauso absurd ist es ja, Leute für zwei Jahre zu sperren», meinte Jasinski. «Die sind dann in der Zeit raus aus dem Kontrollsystem. Und wenn sie wiederkommen, sind sie besser als je zuvor. Ist das Zufall? Das ist total unfair gegenüber sauberen Athleten. Von daher: lebenslang sperren.»

Das deutsche Doping-Kontrollsystem, bei dem er für jede Tageszeit seinen Aufenthaltsort angeben müsse, ist nach Meinung Jasinskis zu aufwendig. Verpasse er drei unangekündigte Tests, «werde ich für zwei Jahre gesperrt - genauso wie jemand, der dopt. Für uns ist das extrem anstrengend - zumal es andere Länder gibt, die keine vergleichbaren Systeme haben.»

Er könne sich nicht vorstellen, «dass es in Deutschland einen Athleten gibt, der dopt und nicht früher oder später erwischt wird», sagte der Diskuswerfer. «Meiner Meinung nach ist das in der Leichtathletik in Deutschland unmöglich.»

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