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200.000 Motorrad-Fans bei Heimrennen erwartet

Bis vorerst 2021 bleibt die Motorrad-WM auf dem Sachsenring. Foto: Hendrik Schmidt

Bis vorerst 2021 bleibt die Motorrad-WM auf dem Sachsenring. Foto: Hendrik Schmidt

Hohenstein-Ernstthal (dpa) – Die Karawane rollt wieder: Rund 200.000 begeisterte Zweirad-Anhänger werden erwartet, wenn die Motorrad-WM am Wochenende auf dem Sachsenring Station macht.

Beim alljährlichen Höhepunkt können die deutschen Fans von Freitag bis Sonntag bei der PS-Jagd im Heimrennen auch fünf Lokalmatadore verfolgen. Allerdings musste Philipp Öttl seine Teilnahme kurzfristig absagen, weil er nach einem Sturz in Barcelona vor drei Wochen noch nicht fit ist, wie das Tech-3-Team am Donnerstag mitteilte. Dafür ist auf dem Sachsenring aber eine Weltpremiere zu bestaunen - das MotoE-Debüt.

In der MotoGP gibt es zwar auch in diesem Jahr keinen deutschen Stammfahrer, Stefan Bradl ist dennoch dabei. Er bekam wenige Tage vor dem Rennwochenende Bescheid, dass er im Honda-Werksteam die Maschine von Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo übernehmen darf. Der Spanier hatte sich beim zurückliegenden Grand Prix in Assen verletzt und fällt aus.

«Der Sachsenring ist immer etwas Besonderes. Mit den Zuschauern, der Stimmung, der Atmosphäre ist das etwas Einzigartiges», sagte Bradl den Zeitungen der «Funke Mediengruppe». «Es ist schön, das Ganze als deutscher Fahrer genießen zu können.» Die deutschen Piloten dürfen sich auch in den kommenden Jahren darauf freuen - bis vorerst 2021 ist die Zukunft der Motorrad-WM auf dem Sachsenring gesichert.

Bradl startet als Teamkollege von Weltmeister Marc Marquez. Seit seinem MotoGP-Debüt 2013 ist Marquez auf dem Sachsenring unbesiegt. Sechs Erfolge und sechs Pole-Positions sind ein klares Signal, dass der Spanier perfekt mit dem engen und winkligen Kurs in Sachsen harmoniert. Der Titelverteidiger geht als großer Favorit ins Rennen, während Bradl sich Hoffnungen auf ein Top-10-Ergebnis machen kann.

Nach Öttls Absage bilden Marcel Schrötter, Jonas Folger und Lukas Tulovic ein Trio der deutschen Hoffnungsträger im Moto2-Rennen. Vor allem bei Schrötter soll nach fünf durchwachsenen Rennen endlich der Knoten platzen. Der 26 Jahre alte Bayer möchte sich mit einem Podestplatz in die Sommerpause verabschieden. Gespannt sein darf man, was Folger bei seinem dritten Einsatz als Moto2-Ersatzpilot zu leisten im Stande ist. Vor zwei Jahren begeisterte er die Fans mit einem Podium in der MotoGP. Wenig später musste sich der deutsche Hoffnungsträger auf Grund eines Burnouts komplett zurückziehen.

Diese Phase scheint Folger aber überwunden zu haben. Am Sachsenring möchte sich der Mühldorfer für eine dauerhafte Rückkehr in die WM empfehlen. Landsmann Lukas Tulovic reist mit viel Selbstvertrauen zum Heimrennen, denn beim vergangenen Grand Prix holte der Rookie seine ersten Punkte in der Motorrad-WM. Auf die ersten Zähler in der Moto2 muss Philipp Öttl jedoch noch warten. Der Moto3-Laufsieger verpasste nach seinem Sturz in Spanien, bei dem er eine Gehirnerschütterung erlitt, zwei Rennen und muss nun auch in Hohenstein-Ernstthal passen.

In Dirk Geiger gibt es beim Deutschland-Grand-Prix auch einen Teilnehmer in der Moto3-WM, die in diesem Jahr bisher ohne deutsche Beteiligung stattfand. Wildcard-Starter Geiger bestreitet sein erstes WM-Wochenende und stellt sich einer großen Herausforderung. Mit einem ihm unbekannten Motorrad muss sich der junge Mannheimer mit den besten Nachwuchstalenten der Welt messen.

Und im Rahmenprogramm der bekannten drei WM-Klassen startet am Wochenende die MotoE in ihre Debütsaison - allerdings ohne deutsche Beteiligung. Insgesamt sind es 18 Fahrer, die mit den elektrisch angetriebenen Einheitsmaschinen antreten.

Ergebnisse und Infos auf WM-Homepage

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