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Blick in die Zukunft: Annäherungsversuche beim DTM-Finale

Die Teams der DTM werden sich auf dem Hockenheimring mit der japanischen Super GT-Serie messen. Foto: Thomas Frey/dpa

Die Teams der DTM werden sich auf dem Hockenheimring mit der japanischen Super GT-Serie messen. Foto: Thomas Frey/dpa

Hockenheim (dpa) – Das Finale in Hockenheim könnte einen Blick in die Zukunft des Deutschen Tourenwagen Masters eröffnen. Mit dem ersten von zunächst zwei geplanten Rennen mit Fahrzeugen der japanischen Super GT rückt auch die Frage nach dem Fortbestand beider Serien in den Mittelpunkt.

«Mal schauen, wie sich die ersten beiden gemeinsamen Rennen entwickeln und wie wir dann die nächsten Projekte angehen. Ich würde es als Annäherungsversuch bezeichnen», sagte DTM-Chef Gerhard Berger der Deutschen Presse-Agentur vor den letzten Saisonläufen auf dem Hockenheimring am Samstag und Sonntag (jeweils 13.30 Uhr/Sat 1).

Sehr viel forscher geht Audi–Motorsportchef Dieter Gass den Gaststart der nach identischem Reglement fahrenden japanischen Hersteller Lexus, Honda und Nissan an. «Wir wollen den Zuschauern einen Vorgeschmack darauf geben, wie wir uns die DTM in Zukunft vorstellen.»

Der bereits als Champion feststehende René Rast freut sich dabei besonders auf das Duell mit Jenson Button, dem Formel-1-Weltmeister von 2009. Der Brite wird mit einem Honda NSX-GT den 4,574 Kilometer langen Kurs absolvieren. «Ich habe mich schon das ganze Jahr auf das erste Rennen mit den Japanern gefreut. Jetzt kann ich es richtig genießen. Ich glaube, das wird megacool. Wir haben das erste Mal sechs Hersteller dabei», sagte Rast, der nach seinem zweiten Championat nach 2017 ohne Druck den 17. und 18. Lauf angehen wird.

Button betrachtet die Rennen auf dem Hockenheimring sowie beim geplanten «Dream-Race» auf dem früheren Formel-1-Kurs in Fuji Ende November als «eine tolle Chance, gegen Audi und BMW und die Power der DTM anzutreten». Der 39-Jährige lässt sich vom Ausgang überraschen: «Wir haben keine Ahnung, wie es laufen wird. Sind die Super-GT-Autos schneller? Werden wir mit den Hankook-Reifen zurechtkommen? Es ist spannend, ich kann es kaum erwarten!»

Für DTM-Boss Berger stehen bei den Vergleichen andere Fragen im Vordergrund. «Mir geht es darum, dass die Japaner, idealerweise in der Zukunft auch Amerikaner oder Australier sich treffen und unter einem gemeinsamen Reglement Rennen austragen», sagte der frühere Formel-1-Pilot, dem zwischen zwei und fünf Rennen pro Jahr vorschweben. «Und dann kann der nächste Schritt erfolgen», meint der 60-Jährige zu einer möglichen neuen Serie mit mehreren Herstellern.

Diese neue internationale Serie würde aber von der DTM abgetrennt verlaufen und der DTM die Eigenständigkeit bewahren. «Die DTM wird weiterhin neun, zehn oder elf Veranstaltungen pro Saison austragen, die in Deutschland und dem europäischen Ausland stattfinden», betont Berger. Somit muss auch nicht unbedingt eine zuvor angedachte Änderung des Namens «DTM» in eine Bezeichnung, die den internationalen Aspekt hervorheben sollte, erfolgen. Und der Österreicher ist auch nicht sicher, ob zielführende Lösungen gefunden werden: «Wir sind sehr sensibel mit dem Umgang des Markennamens DTM.»

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