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Fünfjahresplan für DTM-Zukunft – Rast bei Heimspiel punktlos

Auch 2020 kann die DTM auf Audi zählen. Foto: Hasan Bratic

Auch 2020 kann die DTM auf Audi zählen. Foto: Hasan Bratic

Nürnberg (dpa) – Die langfristige Zukunft von Audi im Deutschen Tourenwagen Masters ist in Gefahr. Sowohl neue Anschuldigungen im Diesel-Skandal mit nach sich ziehenden Zahlungen sowie höhere Budgets der aufstrebenden Formel E könnten Audi-Chef Bram Schot zu einer Abkehr aus der DTM bewegen. 

Die DTM-Verantwortlichen aus Ingolstadt arbeiten deshalb schon länger an Lösungen, um den Fortbestand zu sichern. «Wir entwickeln gemeinsam mit BMW und der ITR einen Fünfjahresplan, wie der Weg der DTM in den nächsten Jahren aussehen kann», sagte Audi-Motorsportdirektor Dieter Gass der Deutschen Presse-Agentur vor dem vierten Rennwochenende am Samstag und Sonntag bei den Heimrennen auf dem Norisring.

Beim DTM-Promotor ITR zeigte man sich überrascht über die Bezeichnung «Fünfjahresplan». DTM-Sprecher Guido Stalmann bestätigte aber die gemeinsame Suche nach zielführenden Lösungen: «Es ist nichts Außergewöhnliches, dass es für unsere Serie eine mittelfristige Zukunftsplanung gibt. Dabei spielen unter anderem die Internationalisierung, der Rennkalender oder das technische Reglement eine Rolle. Auf Details gehen wir derzeit noch nicht ein.»

Gass geht die Sache offensiver an. «Wir sind mit dem Plan schon recht weit fortgeschritten und haben relativ klare Ideen. Vor allem die Internationalisierung mit dem Class-1-Reglement muss ausgebaut werden. Das Thema DTM hat Potenzial», sagte der Motorsport-Chef, der sich darüber freut, «dass für uns die nächsten beiden Jahre erst einmal gesichert sind».

In wie weit Potenzial nach den beiden Jahren abgerufen wird, bleibt unsicher. «Es ist üblich, dass der Vorstand dann über unsere Motorsport-Programme neu entscheidet», sagte Gass. Auch für Mitbewerber BMW, der vor erst vor kurzem sein DTM-Engagement bekräftigt hatte, wird letztendlich in der Kommandozentrale in München über die Zukunft entschieden. «Als Unternehmen muss man die nächsten Jahre strategisch planen, ob nun in der Produktpalette oder in den Motorsport-Engagements. Dafür wollen und müssen wir auch in den Rennserien, in denen wir engagiert sind, die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre kennen», sagte ein BMW-Sprecher.

Mehr Potenzial muss auch Audi-Pilot René Rast bei den zwei Heimrennen der beiden bayrischen Autohersteller abrufen. Der mit 93 Punkten in der Gesamtwertung Führende hat es bei seinen bisherigen Anläufen auf dem Stadtkurs in Nürnberg noch nie in die Punkteränge geschafft. «Höchste Zeit, das zu ändern», sagte der Mindener.

Auch mit Blick auf die Statistik wittert der Gesamt-Zweite Philipp Eng aus Österreich (83 Punkte) Morgenluft: «Der Norisring ist ein großes Highlight. Das Layout vom Norisring sieht mit den vier Kurven natürlich relativ einfach aus, die Strecke selbst ist allerdings alles andere als das.»

Lokalmatador Marco Wittmann aus Fürth will als Vierter (68 Zähler) ebenso den führenden Rast ein- und wenn möglich überholen. «Der Norisring ist für mich immer etwas Spezielles, ganz besonders nach dem Sieg im vergangenen Jahr», meinte der zweimalige Champion, der auf dem nur 2,3 Kilometer langen Kurs am Dutzendteich von Familie und Freunden unterstützt wird.

Mit Rückenwind und besonders guten Erinnerungen kommt der derzeit viertplatzierte Audi-Pilot Nico Müller (76 Punkte) nach Franken. Der Schweizer hat beim letzten Rennen in Misano seinen zweiten Erfolg in der DTM gefeiert. Seinen ersten Sieg holte sich Müller 2016 am Norisring. «Es wird ein Härtetest nicht nur für uns Fahrer, sondern auch für das Material», sagte Müller, «noch dazu hat die Strecke sehr viele Bodenwellen, die sich jedes Jahr verändern».

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