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Motorenpech für Spitzenreiter Müller macht DTM spannend

Robin Frijns von Audi Sport Team Abt jubelt nach seinem Sieg auf dem Nürburgring. Foto: Juergen Tap/Hoch Zwei/dpa

Robin Frijns von Audi Sport Team Abt jubelt nach seinem Sieg auf dem Nürburgring. Foto: Juergen Tap/Hoch Zwei/dpa

Nürburg (dpa) - Ein Motorenproblem bei Überflieger Nico Müller hat das Titelrennen im Deutschen Tourenwagen Masters wieder spannend gemacht.

Einen Tag nach seinem grandiosen Sieg auf dem Nürburgring musste sich der Schweizer am Sonntag in seinem lahmenden Audi mit Rang fünf begnügen und war beim Erfolg seines Markenrivalen Robin Frijns machtlos. Der Niederländer verkürzte mit seinem zweiten Saisonsieg vor Titelverteidiger René Rast und Mike Rockenfeller (alle Audi) den Rückstand in der Gesamtwertung auf Müller wieder auf 29 Punkte. «Ich habe heute stumpfe Waffen gehabt», sagte Müller.

Dabei hatte zunächst vieles auf ein perfektes Wochenende für den DTM-Spitzenreiter hingedeutet. Schon am Samstag hatte sich Müller die Halbzeit-Meisterschaft gesichert, als er einen überaus souveränen Start-Ziel-Sieg vor Vorjahresmeister Rast einfuhr. Auch am Sonntag holte sich der 28-Jährige die Pole Position und fuhr scheinbar der Maximal-Punktzahl entgegen.

Müller verteidigte am Start problemlos seinen ersten Platz und hielt auch bis zum Pflicht-Boxenstopp seinen Rivalen Frijns hinter sich. Doch mit neuen Reifen geriet der Gesamtführende plötzlich in Schwierigkeiten. Frijns holte rasant auf und zog fast mühelos am Schweizer vorbei. Während der Niederländer an der Spitze davonzog, musste Müller nun den näher rückenden Rast fürchten. Phasenweise war Müller sogar der langsamste Pilot im Feld, ehe sich seine Zeiten wieder etwas stabilisierten.

Doch Rast ließ sich nicht mehr abschütteln. Kurz vor dem Ende schnappte auch er sich Müller, der wegen eines defekten Temperatursensors mit einem Leistungsverlust zu kämpfen hatte. «Ich hatte Probleme vom Boxenstopp an, es wurde immer schlimmer», sagte Müller bei Sat.1. Auch Wittmann und der Franzose Loic Duval nutzten die Schwäche des Titelaspiranten noch aus.

Erneut weitgehend enttäuschend verlief das Wochenende für den Audi-Konkurrenten BMW. Hatte Marco Wittmann am Samstag zumindest als Dritter noch einen Podiumsplatz erobert, war der Südafrikaner Sheldon van der Linde als Sechster einen Tag später der beste BMW-Fahrer. Weil Audi zum Saisonende aus der Rennserie aussteigt und auch das Engagement von BMW keineswegs gesichert scheint, ist die Zukunft der DTM weiter offen.

Zumindest konnten die Macher am Nürburgring am Wochenende wieder einige tausend Zuschauer an der Strecke begrüßen. Die zuständigen Behörden hatten nach Vorlage eines aufwendigen Hygienekonzepts die Erlaubnis erteilt. Ob dies auch am kommenden Wochenende so sein wird, ist noch nicht entschieden. Dann fährt die DTM erneut am Fuße der Nürburg.

© dpa-infocom, dpa:200913-99-544077/5

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