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Überraschungssieger in Assen - DTM-Zukunft 50:50

Sheldon van der Linde gewann im BMW in Assen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Sheldon van der Linde gewann im BMW in Assen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Assen (dpa) - Nach dem Premierensieg von Robin Frijns krönte der Südafrikaner Sheldon van der Linde das Überraschungswochenende der DTM.

Der 21-Jährige fuhr dank cleverer Strategie im Regenrennen in Assen vom 14. Startrang aus seinen ersten Sieg im Deutschen Tourwagen-Masters ein. «Es war einfach Wahnsinn», sagte der überglückliche van der Linde. «Wer hätte das vor dem Rennen gedacht, ich auf jeden Fall nicht.»

Er verwies in einem Rennen, das schon mit leichter Verzögerung wegen heftiger Regenfälle begonnen hatte und zwischendrin nach einem Abflug eines Wagens auf der rutschigen Strecke unterbrochen worden war, Samstagssieger Frijns auf den zweiten Rang. Der Niederländer hatte seinerseits tags zuvor zum ersten Mal ein Rennen der schwer darbenden DTM gewonnen.

Dritter wurde am Sonntag Nico Müller aus der Schweiz - das reichte, um die Führung im Klassement nach acht Rennen in seinem Audi zu verteidigen. Er kommt auf 164 Punkte, Frijns auf 138. Danach folgt Titelverteidiger René Rast nach Platz fünf am Sonntag mit 120 Zählern.

Frijns hatte seinen Sieg am Samstag gegen Renn-Ende eingeleitet. Van der Linde legte den Grundstein für seinen Erfolg recht früh, als er vor vielen anderen zum Pflichtstopp an die Box kam und die Reifen wechseln ließ. Was folgte, war eine konstante und beeindruckende Aufholjagd, die selbst er «unfassbar», fand. «Ihr seid verdammte Genies», funkte van der Linde an den Kommandostand nach einem inbrünstigen Freudenschrei.

Bereits am kommenden Wochenende und eine Woche später geht es für die DTM auf dem Nürburgring weiter. Die Zukunft nach dieser Saison mit nur noch zwei Herstellern - Audi und BMW - scheint indes immer ungewisser zu werden. Wie und ob es weitergehe, «liegt nicht mehr in meinen Händen», sagte DTM-Chef Gerhard Berger Sat.1. Die Chancen auf eine Fortsetzung bezifferte der ehemalige Rennfahrer auf 50:50.

Ein Aus der DTM wäre für Berger «eine Katastrophe für den deutschen Motorsport». Die DTM sei deutscher Motorsport, «daran muss man festhalten», meinte der 61 Jahre alte Österreicher und hofft noch, dass eine Fortsetzung gibt, «aber wenn nicht, dann ist es sicher nicht an meinem Einsatz gescheitert».

© dpa-infocom, dpa:200906-99-451356/3

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