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Nach 2012 und 2014: Lüneburg erneut Derby-Sieger

Nisse Lüneburg sorgte für den ersten deutschen Derby-Sieg in Hamburg seit vier Jahren. Foto: Daniel Bockwoldt

Nisse Lüneburg sorgte für den ersten deutschen Derby-Sieg in Hamburg seit vier Jahren. Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburg (dpa) - Nisse Lüneburg hat die vierjährige Siegesserie ausländischer Reiter beim deutschen Spring-Derby in Hamburg beendet.

Der 30-Jährige gewann auf Cordillo im Stechen die 90. Auflage des Klassikers und zählt nach seinem dritten Triumph nach 2012 und 2014 zu den Großen in der 99-jährigen Derby-Geschichte. Er ist der erste deutsche Sieger seit 2015. Damals durfte sich Christian Glienewinkel das Blaue Band umhängen lassen.

In Cordillo hat Lüneburg den würdigen Nachfolger von Calle Cool gefunden, der ihn zweimal zum Derby-Sieg getragen hatte. «Cordillo hat einen Wahnsinnscharakter. Der ist eine Zehn. Ich weiß, er wird mich nie im Stich lassen», lobte er den elf Jahre alten Wallach. «Er ist sehr ausgeglichen. Bei der Siegerehrung hat er sich benommen, als würde er das jeden Tag machen.»

Im entscheidenden Durchgang hatte der Reiter aus Wedel vor 25.000 Zuschauern die Nerven behalten und war 1,19 Sekunden schneller als Shane Breen. Der vor Lüneburg gestartete Ire war mit Can Ya Makan ebenfalls fehlerfrei geblieben.

Lüneburg und Breen waren in Hamburg-Klein Flottbek auch die einzigen unter den 32 Startern, die den 1230 Meter langen Kurs und die 17 Hindernisse ohne Fehler bewältigt hatten. Sie steigerten damit die Zahl der Nullfehlerritte auf dem seit 1920 nur wenig modifizierten und weltweit schwersten Parcours auf 159.

Die als Top-Favoritin gehandelte Sandra Auffarth verpasste auf ihrer Stute La Vista das Stechen nach einem leichten Fehler. Die Team-Olympiasiegerin von 2012 in der Vielseitigkeit wurde wie bei ihren Derby-Debüt 2018 unter den Spezialisten Dritte. «Ich bin super zufrieden», sagte die 32-Jährige aus Ganderkesee bei Bremen. «Ich freue mich, dass es noch zu Platz drei gereicht hat.» Sie habe gemerkt, «dass La Vista die Kraft ein wenig wegging».

Viele hatten Auffarth zugetraut, als fünfte Frau beim Derby zu triumphieren. Die bisher letzte war die Britin Caroline Bradley vor 44 Jahren. Vorjahressieger Matthew Sampson kam diesmal auf Rang vier. Mit dem von seiner britischen Teamgefährtin Holly Smith ausgeliehenen Old Joker hatte er ebenfalls einen Abwurf.

Einen Tag zuvor hatte Daniel Deußer den lukrativen Höhepunkt des Reitspektakels für sich entschieden. Der in Belgien lebende Hesse gewann den mit 300.000 Euro dotierten Großen Preis und sorgte für den ersten deutschen Sieg in der diesjährigen Millionenserie Global Champions Tour.

Auf der erst zehn Jahre alten Stute Jasmien zeigte der 37-Jährige den schnellsten fehlerfreien Ritt im Stechen. Deußer bildet mit Jasmien erst seit etwas mehr als einem halben Jahr ein Paar. «Die Erwartungen waren hoch, und sie hat alle erfüllt», sagte er über sein Pferd. Für seinen Erfolg erhielt Deußer 100.000 Euro Siegprämie und übernahm nach der sechsten von 20 Stationen auch die Gesamtführung.

Die Dressur-Prüfungen standen wie schon in den vergangenen Jahren im Schatten der Spring-Wettbewerbe. Überragender Reiter war Frederic Wandres. Der 32-Jährige aus Hagen am Teutoburger Wald gewann das 61. Derby. Im Finale der besten Drei setzte er sich überlegen durch. Zweite wurde die für Großbritannien startende Susan Pape vor Annabel Balkenhol aus Rosendahl.

Homepage deutsches Spring- und Dressur-Derby

Global Champions Tour Hamburg

Homepage Global Champions Tour

Ergebnisse Großer Preis, Global Champions Tour

Gesamtstand Global Champions Tour

Ergebnisse - 90. deutsches Derby

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