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Autoren setzen sich für inhaftierten Blogger Badawi ein

Zahlreiche Autoren haben sich in einem Appell an Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas für den inhaftierten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi eingesetzt. Foto: Patrick Seeger/EPA/dpa

Zahlreiche Autoren haben sich in einem Appell an Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas für den inhaftierten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi eingesetzt. Foto: Patrick Seeger/EPA/dpa

Hamburg (dpa) - Zahlreiche Autoren haben sich in einem Appell an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Heiko Maas (SPD) für den inhaftierten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi (36) eingesetzt.

«Dieser ist seit nunmehr acht Jahren in Haft, wurde zu öffentlich vollzogenen Peitschenhieben verurteilt und befindet sich inzwischen in einem äußerst besorgniserregenden Zustand, nachdem er überdies in seiner Gefängniszelle zusammengeschlagen worden ist», hieß in dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.

Unterzeichnet wurde es unter anderem von der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, Guy Stern, Georges-Arthur Goldschmidt, Naomi Lubrich, Dogan Akhanli und Barbara Honigmann. Sie appellierten an die Politiker, «auf die Verantwortlichen in Riad mit einzuwirken, damit der friedlich-gewaltfreie Gewissenshäftling Raif Badawi aus dem Gefängnis entlassen wird und zu seiner Familie nach Kanada ausreisen kann».

Die saudische Justiz hatte Badawi zu zehn Jahren Haft, einem Reiseverbot samt Geldstrafe von umgerechnet etwa 238.000 Euro und insgesamt 1000 Stockschlägen verurteilt. Der Vorwurf: Mit seinen Blogeinträgen soll er den Islam beleidigt haben, indem er die Trennung von Staat und Religion vorschlug. Er hatte sich auch für die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von Religion und Weltanschauung eingesetzt.

© dpa-infocom, dpa:200913-99-541981/2

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