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Ed Sheeran singt doch: «Auf Schalke» statt in Düsseldorf

Es war ein langer Weg: Ed Sheeran wird schließlich in Gelsenkirchen auftreten. Foto: Isabel Infantes/PA

Es war ein langer Weg: Ed Sheeran wird schließlich in Gelsenkirchen auftreten. Foto: Isabel Infantes/PA

Gelsenkirchen/Düsseldorf (dpa) - Der britische Superstar Ed Sheeran (27, «Shape of You») wird nach dem geplatzten Konzert in Düsseldorf nach Gelsenkirchen ausweichen. Das teilte der Veranstalter FKP Scorpio am späten Mittwochabend mit. In der Veltins Arena sind zwei Konzerte am 22. und 23. Juli geplant.

Die 85.000 Fans, die bereits vor Monaten für ein Konzert am 22. Juli Tickets gekauft hatten, bekämen in den kommenden Tagen neue Tickets zugeschickt. Wer eine weitere Anreise habe, werde für den Sonntagabend (22. Juli) berücksichtigt, die anderen für den Montag.

Wer an diesem Zusatztermin nicht könne, bekomme sein Geld zurück, wenn er das neue Ticket bis zum 7. Juli zurückschicke. Die alten Tickets für Düsseldorf oder den ursprünglich vorgesehenen Flugplatz Essen/Mülheim seien damit ungültig. Man bedanke sich bei den Fans für Geduld, Verständnis und Unterstützung «in den Wochen der Unsicherheit», hieß es weiter.

Eine Mehrheit Düsseldorfer Lokalpolitiker hatten Sheeran nach langem Ringen am Mittwochabend im zuständigen Ausschuss die Genehmigung für seinen Auftritt verwehrt.

Erstmals hätte auf einem Parkplatz der Düsseldorfer Messe ein großes Open-Air-Konzert stattfinden sollen. Dafür hätten aber 104 Bäume gefällt werden müssen. «Da wurde eine Riesenchance vertan. Das wird uns als Event-Metropole zurückwerfen», hatte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Entscheidung kritisiert.

Die Veltins Arena habe bei Pop-Konzerten 10.000 bis 15.000 Plätze mehr Kapazität als die Düsseldorfer Arena. Dies sei auch ein Grund für die Pläne gewesen, das neue Open-air-Gelände in Düsseldorf als wettbewerbsfähige Fläche zu schaffen, sagte Michael Brill vom örtlichen Veranstalter D.Live. Auf dem Messeparkplatz sollte «die größte urbane Eventfläche Nordrhein-Westfalens» entstehen.

Ob diese nun jemals realisiert werde, müsse man prüfen. Dafür müssten 104 Bäume gefällt werden. «Wenn die Grünen sagen, jeder Baum muss bleiben, hat sich das wohl erledigt», sagte Geisel. Veranstalter FKP Scorpio hatte nach eigenen Angaben schon mehr als eine Million in das Düsseldorfer Open-air investiert. Auf die Absage aus Düsseldorf reagierte Scorpio entsprechend scharf: Man sei für eine politische Auseinandersetzung instrumentalisiert worden. So etwas habe man in 30 Jahren noch nicht erlebt.

Ursprünglich sollte der rothaarige Superstar auf dem Flugplatz Essen/Mülheim auftreten. Dann fiel auf, dass dort die sensiblen Feldlerchen brüten und noch massenhaft Bomben-Blindgänger im Boden schlummern könnten. So war Düsseldorf ins Spiel gekommen.

FKP Scorpio teilte mit, für Gelsenkirchen stehe nun eine Kapazität von insgesamt 104 000 Besuchern bereit. Daher werde man ab dem 9. Juli die dann noch verfügbaren Tickets in den freien Verkauf geben.

Bislang hatte es geheißen, bei einer Absage durch den Stadtrat müsse das Konzert ausfallen, es gebe keinen Plan B. Auch gebe es der Tourplan nicht her, das Konzert auf zwei Abende in eine Arena zu verlegen. OB Geisel und Brill versicherten, von den Ausweichplänen nach Gelsenkirchen und der Möglichkeit, ein zweites Konzert einzuschieben, bis zum späten Mittwochabend nichts gewusst zu haben.

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