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Ausstellung

v.ArtVelsen 2019

Do., 30. Mai 2019, 14:00 Uhr - So., 02. Juni 2019, 19:00 Uhr

Saarbrücken-Klarenthal,

Industriedenkmal Alte Grube Velsen

Internetseite

Ob der Slogan der v.ArtVelsen – v steht für vielseitig, versiert & visionär – zutrifft, können die Besucher am 30. Mai 2019 ab 14.00 Uhr selbst entscheiden: Dann öffnet die v.ArtVelsen 2019 ihre Tore für das breite Publikum. Die Ausstellung findet im Rahmen des Warndt Weekends statt und ist anschließend bis zum 2. Juni 2019 täglich zwischen 10.00 und 19.00 Uhr geöffnet.
Die Ausstellung für zeitgenössische Kunst im Industriedenkmal Alte Grube Velsen in Saarbrücken-Klarenthal deckt ein breites Spektrum ab: von Bildhauerei über Malerei, Zeichnungen und Radierungen bis zur Fotografie. „Wir möchten uns klar von klassischen Kunstausstellungen differenzieren und sind gegenüber unseren Besuchern menschlich nah, seriös und auf erfrischende Weise bodenständig“, so Bernd Geiter, der Hauptorganisator der Ausstellung. Bei aller Offenheit sind er und seine Mitstreiter allerdings auch wählerisch: Eingeladen wurden ausschließlich Maler, Zeichner, Bildhauer und Fotografen, die auf ihrem Gebiet sowohl Können als auch Erfahrung und Reputation aufweisen.

Wer möchte, kann also nicht nur die Werke von Johannes Berrens, Gaetano und Michele Franzese, Masako Furuichi, Evelyn und Bernd Geiter, Christian Hippchen, Xenia Lassak, Brynja Ólafsdottir, Isolde Stein-Leibold und Ingrid Ullrich-Schäfer bewundern, sondern – ausdrücklich erwünscht – auch mit ihnen ins Gespräch kommen. Außerdem zeigt die v.ArtVelsen 2019 sechs ausgewählte Bilder eines Kinderkunstprojekts der Caritas-Trägergesellschaft Margarethenstift.

In diesem Jahr steht ausdrücklich nicht nur Sehen, sondern auch „Gesehenwerden“ auf dem Programm – nämlich wenn es darum geht, wie drei der beteiligten Künstlerinnen die Besucher anschauen, um ihre Persönlichkeit zu erfassen und in drei verschiedenen Kunstaktionen zu porträtieren.

In der Fotoaktion „Metamorphosen“ am 1. Juni 2019 setzt die preisgekrönte Fotografin Isolde Stein ein Model in Szene, um „ihr“ Thema - die Wandelbarkeit des Menschen in all seinen Facetten – in Fotokunst umzusetzen. Ihre Ausrüstung: ihre Augen, ihr Gefühl, ihr ganzes Herz, ihre Nikon – in dieser Reihenfolge. Dank ihrer ausdrucksstarken Aufnahmen ist sie eine der fünf am häufigsten ausgezeichneten Fotografinnen der Welt. Gerade erst gewann sie drei Goldmedaillen beim Trierenberg Super Circuit 2019, der mit über 120.000 Einsendungen unter Fotografen als „inoffizielle Weltmeisterschaft der Fotografie“ gilt.
„Ein flüchtiger Moment… die Ausdruckskraft meines Körpers“ nennt Ingrid Ullrich-Schäfer ihre Aktion, in der sie Porträts einmal anders anbietet: Aktzeichnungen, selbstverständlich in einem geschützten Raum und in enger Kommunikation mit ihren Modellen. Am 1. und 2. Juni 2019, jeweils von 14.30 – 17.30 Uhr, sind nicht nur die „Schönen“ im herkömmlichen Sinne gern gesehen. Vielmehr geht es um Persönlichkeit und Ausdruck, unabhängig von körperlicher Makellosigkeit, die den Modellen – Männer oder Frauen, jüngere oder ältere Menschen, - ihre eigene, ganz besondere Schönheit verleihen. Nur nach Voranmeldung: i.usch@web.de

Brynja Ólafsdóttir, ein 17jähriges Ausnahmetalent, erwartet am 2. Juni 2019 zwischen 10.00 und 19.00 Uhr die Besucher in einem Pavillon im Außenbereich, um Interessierte gratis zu zeichnen. Man lasse sich von der Umgebung nicht täuschen: Was sie einprägsam und sensibel zu Papier bringt, lässt die aus Touristenorten berüchtigte „Straßenzeichnerei“ um Längen hinter sich.

Brynja Ólafsdóttir ist übrigens die Einzige, die – freiwillig - „ausquartiert“ wurde: Die Ausstellung und die beiden anderen Aktionsateliers finden in der Alten Grube Velsen statt. Dieses Industriedenkmal in Saarbrücken-Klarenthal ist einer der Premiumstandorte des saarländischen Bergbauerbes. Wenn ein Kunstort von Gegensätzen lebt - morbid und quicklebendig, historisch und voller Zeitgeist, ursprünglich und ausgefallen, von längst vergangener Plackerei unter Tage und nicht alltäglichen Künstlerateliers geprägt -, dann dieser.

Kreativ müssen die Künstler nicht nur in ihrem Beruf sein, sondern auch, wenn es darum geht, den Ort und die v.ArtVelsen als Ausstellungsreihe am Leben zu erhalten. Öffentliche Zuschüsse gibt es keine, und so bleibt alles ihrer privaten Initiative überlassen. Sie bringen sich ihrerseits umso mehr ein, investieren viel Zeit und Schaffenskraft – und identifizieren sich so umso mehr mit ihrer Arbeit.

Während des Warndt Weekends hat der Standort Velsen übrigens noch einiges mehr zu bieten. Wie üblich gibt es ein großes Fest mit vielen Akteuren, Führungen und Musik. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit von den Organisatoren des Warndt Weekends veröffentlicht.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung statt.