„Made in Saarland“: Produkte aus der Region, die man als Saarländer kennen sollte

Geschirr von "Villeroy & Boch" und "Karlsberg"-Bier sind wohl mit die bekanntesten Produkte aus dem Saarland. Neben den großen Verkaufsschlagern gibt es aber noch einige mehr, die man als Saarländer:in kennen sollte.
In aller Munde: Stixi kommen ursprünglich aus dem Saarland! Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz).
In aller Munde: "Stixi" kommen ursprünglich aus dem Saarland. Foto: Pixabay
In aller Munde: Stixi kommen ursprünglich aus dem Saarland! Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz).
In aller Munde: "Stixi" kommen ursprünglich aus dem Saarland. Foto: Pixabay

Beim Stichwort „Produkte aus dem Saarland“ springen der waschechten Saarländerin beziehungsweise dem waschechten Saarländer sofort einige Erzeugnisse und Markennamen in den Kopf: etwa „Villeroy & Boch“, „Karlsberg“-Bier oder Stahl von „Dillinger“. Wer hingegen an „Maggi“ denkt, liegt leider falsch. Denn die beliebte Würze kommt nicht aus dem Saarland, sondern aus der Schweiz. Zu hundert Prozent sind hingegen diese Produkte „Made in Saarland“:

Biergenuss von der Saar: Karlsberg und Bruch

Im Saarland braut sich was zusammen. Gleich mehrere bekannte Biersorten werden in der Region hergestellt: Im Saarbrücker Stadtteil St. Johann etwa braut man seit 1702 das „Bruch“-Bier, während die „Karlsberg“-Brauerei ihren Sitz in Homburg hat. Neben „UrPils“, „Feingold“, und „Helles“ wird hier auch das Cola-Mischgetränk „Mixery“ hergestellt.

 

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Fetter Sound aus Saarbrücken

Thomas Blug ist in erster Linie als „der Ausnahmegitarrist aus Saarbrücken“ bekannt, stand er doch schon mit internationalen Größen wie „Deep Purple“ oder „Simple Minds“ im Studio. Was die wenigsten jedoch wissen: Mit seiner eigenen Firma „BluGuitar“ in St. Arnual entwickelt er Gitarrenverstärker. Die werden nicht nur innerhalb Europas, sondern auch in Asien oder Amerika verkauft.

Leindotteröl aus der Bliesgau-Ölmühle

Leindotteröl? Neben alltäglichen Sorten wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl klingt Leindotteröl zunächst etwas kurios. Dabei wurde die Kulturpflanze bereits von den Kelten zur Ölherstellung verwendet. Produziert wird das sogenannte „Öl der Kelten“ in der Bliesgau-Ölmühle in Bliesransbach. Das Produkt ist vor allem für seinen guten Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe bekannt.

Wie aus Salzstangen „Stixi“ wurden

Wenn im Saarland jemand sehr dünne Beine hat, sagt man hierzulande „Stixi“-Beine. Grund dafür ist, dass der Vorläufer der knapp 15 cm langen Salzstangen im Saarland hergestellt wurde. In seiner Backfabrik in Püttlingen stellte Arthur Baustert damals die ersten „Stixis“ her. Heute ist das Unternehmen sogar unter dem Namen „Stixi AG“ bekannt – und die Salzstangen heißen hierzulande auch heute noch „Stixis“ – obwohl mittlerweile auch andere Hersteller die beliebten Snacks produzieren.

Keine Schnapsidee – Liköre aus dem Saarland

Quitten, Himbeer, Schlehen: von der Obstwiese direkt in die Destillerie. Nicht nur gutes Bier, sondern auch feine Liköre kommen aus dem Saarland. Fans der süßen Sünden sollten sich im Saarland vor allem zwei Namen merken: die Genussbrennerei „Monter“ in Hemmersdorf und die Brennerei „Penth“ in Lebach-Landsweiler.

„Trumpf“-Schokolade

Wer beim nächsten Einkauf die Packung „Frittstäbchen“, die Tafel „Schogetten“ oder eine Packung „Edle Tropfen in Nuss“ in den Einkaufswagen wirft, sollte mal die Produktherkunft genauer unter die Lupe nehmen. Warum? Diese Produkte werden direkt bei uns um die Ecke produziert. Obwohl die „Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG“ offiziell zur „Krüger“-Gruppe gehört und ihren Firmensitz in Bergisch-Gladbach hat, laufen die Süßwaren an gleich zwei Saar-Standorten vom Band, nämlich in Saarwellingen und Saarlouis.

 

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Noch immer im Regal: „Amora“ und „Melfor“

Was darf im Saarland auf der „Lyonerschmier“ natürlich nicht fehlen? Richtig, der Senf. Seit 1999 wird hierzulande Senf der Marke „Amora“ hergestellt. Besonders bekannt sind die „Saarlodri“-Motivgläser.

2002 wurde „Amora“ Teil des saarländischen Würzmittelherstellers „Melfor“. Der gleichnamige, in St. Ingbert hergestellte Essig, ist seit Jahr und Tag fester Bestandteil saarländischer Supermarktregale. Man kennt ihn in ganz Deutschland.

Bekannt in aller Welt: „Villeroy & Boch“

Die Marke „Villeroy & Boch“ hat es so weit gebracht, dass sie international als Synonym für Keramikarbeiten steht. An Badezimmerwänden und Fluren auf allen fünf Kontinenten findet man die Designerkeramikfliesen aus dem Saarland. Die hochkarätigen Geschirrsets sind ebenfalls seit 270 Jahren Teil der Grundausstattung eines jeden Haushalts und kommen regelmäßig zu Feierlichkeiten und besonderen Anlässen auf den Tisch.

 

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Wo kommt’s her? Ei aus Saarbrigge!

Kochschürzen mit der Aufschrift „Gudd gess“, Weihnachtskugeln, die ganz in saarländischer Mundart „Frohes Feschd“ wünschen, oder Turnbeutel, die man sehr gut „uff die Schnerr“ mitnehmen kann: Diese Produkte von „made in saarbrigge“ sind nicht nur bei Tourist:innen beliebt, sondern sorgen auch im saarländischen Freundeskreis für Schmunzler. Geht auch nicht anders, wenn eine Kollegin beziehungsweise ein Kollege im Büro plötzlich mit einer „Mir mache uns kään stress“-Kaffeetasse aufwartet.

Haben wir noch tolle Produkte aus dem Saarland vergessen? Schickt uns eure Produktvorschläge gern per Mail an [email protected].

Verwendete Quellen:
– eigene Recherche