Gefährliche Bombe in Trier: Darum verzögerte sich die Sprengung

Am gestrigen Freitag (2. Juni 2023) wurde bei Arbeiten auf einem privaten Grundstück in Trier-Olewig eine Weltkriegsbombe entdeckt. Da diese nicht einfach entschärft werden konnte, wurde eine gezielte Sprengung geplant. Diese verzögerte sich jedoch immer wieder.
Eine Weltkriegsbombe in Trier-Olewig musste gesprengt werden. Foto: Birgit Reichert/dpa-Bildfunk
Eine Weltkriegsbombe in Trier-Olewig musste gesprengt werden. Foto: Birgit Reichert/dpa-Bildfunk

Um 14:13 Uhr am Freitagmittag (2. Juni 2023) erschein bei vielen Menschen in Trier eine Warnung auf dem Handy. Die Leitstelle Trier hatte die Gefahrenmeldung über das öffentliche Warnsystem Katwarn, die Handy-App Nina und zusätzlich per Cell-Broadcast verschickt. Eine Bombe wurde entdeckt und erforderte die Evakuierung in einem Radius von 1.000 Metern um den Fundort „Auf der Hill“ in Trier-Olewig (hier geht’s zum Live-Ticker).

Warum war diese Bombe so gefährlich?

Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz hat vor Ort festgestellt, dass es sich um eine gefährliche Bombe mit einem Säurezünder handelt. Sie hatte einen Langzeitzünder, der beschädigt war. Daher bestand die Gefahr, dass die Bombe bei einer Bewegung explodieren würde. Folglich musste sie noch vor Ort gesprengt werden.

Diese Bombe wurde am Freitag (02.06.2023) in Trier gefunden. Foto: Stadt Trier

Tausende Bewohner evakuiert

Sofort begannen die Einsatzkräfte mit ihrer Arbeit. Im gefährdeten Gebiet mussten insgesamt 5.400 Personen evakuiert werden. Als Anlaufstelle diente der Messepark in Trier. Dort wurde eine Betreuung eingerichtet. Die Anwohner:innen wurden aus dem Gebiet bis zur Spitzmühle mit Feuerwehr-Fahrzeugen gefahren und von dort mit SWT-Bussen zur Messeparkhalle gebracht. Erst um 20:17 Uhr konnte verkündet werden, dass die Evakuierung abgeschlossen sei.

Nach der Evakuierung: Sprengung wurde vorbereitet

Als alle Anwohnerinnen und Anwohner in Sicherheit waren, begann die gefährliche Arbeit für den Kampfmittelräumdienst. Dieser hatte auf dem Gelände ein etwa fünf Meter tiefes Loch gegraben. Dort hinein verlagerte man die Fliegerbombe nach Abschluss der Evakuierung. Die Feuerwehr spritzte derweil Wasser auf den Sand. Danach sollte die unterirdische Sprengung per Fernzünder folgen.

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Personen auf dem Gelände verzögern die Sprengung

Dabei kam es jedoch zu Verzögerungen. Der Grund: Immer wieder betraten Personen das gesperrte und evakuierte Gebiet und brachten sich so in Gefahr. Die Einsatzkräfte mussten sie wieder herausführen. Erst um 22:37 Uhr konnte die Sprengung erfolgen. Übrig bliebt ein großer Krater:

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Gebiet bis nach Mitternacht gesperrt

Das Gebiet konnte aber nicht sofort wieder freigegeben werden. Das heißt: Alle mussten weiterhin warten. Kurz nach Mitternacht dann die Erleichterung: Der Kampfmittelräumdienst hatte die Splitter der Bombe gefunden und konnte das Sperrgebiet somit wieder freigeben. Die Evakuierung war beendet und alle durften wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Verwendete Quellen:
– NewsTrier