Schuss auf US-Soldat in Baumholder: Zuvor Streit mit Lebensgefährtin

Neue Details zu dem Vorfall am US-Militärstandort Baumholder wurden bekanntgegeben. Einem Soldaten wurde ins Bein geschossen. Offenbar stritt dieser sich zuvor mit seiner Lebensgefährtin, die sich an das das Sicherheitspersonal wandte.
Einem Soldaten wurde ins Bein geschossen. Foto: Jason Luca Theis
Einem Soldaten wurde ins Bein geschossen. Foto: Jason Luca Theis

US-Soldat in Baumholder angeschossen

Der US-Soldat, der am US-Militärstandort Baumholder (Landkreis Birkenfeld) durch einen Schuss ins Bein verletzt wurde, hatte sich zuvor mit seiner Lebensgefährtin gestritten. Das teilten die Ermittler am heutigen Montag, 26.06.2023, mit.

Soldat greift Security-Mitarbeiter an

Die Frau habe sich in der Nacht zum Sonntag Hilfe suchend an das Sicherheitspersonal am Haupteingangstor gewandt, sagte Gerd Deutschler, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach. Der Soldat sei ihr gefolgt und auf die beiden Security-Mitarbeiter losgegangen.

Schuss ins Bein

In der Folge hätten die Sicherheitsleute Schlagstöcke gezogen und einen Warnschuss abgegeben. Als der 23-Jährige versucht habe, an die Waffe der einen Security-Mitarbeiterin zu gelangen, habe sie ihm gezielt in den Oberschenkel geschossen. Der US-Soldat sei sofort notversorgt und im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Der 23-Jährige habe die Klinik noch am Sonntag wieder verlassen können und sei den US-Behörden überstellt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Vieles spreche für Notwehr

Der Soldat unterliege der amerikanischen Militärgerichtsbarkeit, das Verfahren werden daher höchstwahrscheinlich an die US-Behörden abgegeben, erklärte Deutschler. Ob ein Verfahren gegen das Sicherheitspersonal von der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach oder von den US-Behörden geführt werde, sei noch nicht sicher. Komme es zu einem Verfahren, werde geprüft, ob der Schuss der Security-Mitarbeiterin gerechtfertigt war. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen spreche vieles für Notwehr, sagte Deutschler.

Deutsche Presse-Agentur