Wie teuer ist ein Ausflug zur Schobermesse in Luxemburg?

Auf einem Volksfest kann man viel Geld lassen, das ist klar. Gegenüber L’essentiell erzählen einige Besucherinnen und Besucher von der Schobermesse, wie viel sie ausgegeben haben. Eins lässt sich sagen: wer in kurzer Zeit viel Geld loswerden will, ist auf dem Volksfest genau richtig.
Bis zu 2 Millionen Menschen besuchen das große Volksfest. Foto: Luxembourg City Tourist Office
Bis zu 2 Millionen Menschen besuchen das große Volksfest. Foto: Luxembourg City Tourist Office

Ein paar Euro hier, eine kleine Cola da und dort drüben noch einen kleinen Snack. Auf einem Volksfest summieren sich die Ausgaben sehr schnell. In Luxemburg begann am Freitag, 19.08.2022, die Schobermesse. Das große Volksfest besuchen im Durchschnitt rund zwei Millionen Menschen. Wer noch hin möchte, hat noch täglich bis 07. September Zeit.

Auch auf der „Schueberfouer“ sind die Teuerungen der letzten Monate nicht spurlos vorbei gegangen. Einige Besucher:innen zeigten sich geschockt über die gestiegenen Preise, andere wiederum störten sich nicht daran, berichtet das luxemburgische Portal L’essentiel. 

Für die Schueberfouer tief in die Tasche greifen

Ein Luxemburger gesteht: „Ich habe 150 Euro in drei Stunden mit meiner Tochter ausgegeben.“, wird der Mann zitiert. Etwa zehn Euro kostet eine Runde auf den Fahrgeschäften. Nicht nur die Preise der Fahrgeschäfte der Schueberfouer seien gestiegen, auch die Verpflegung vor Ort ist in diesem Jahr deutlich teurer geworden. L’essentiel listet einige Beispiele auf: Sieben Euro für einen halben Liter Bier und rund 11,50 Euro für einen Liter Wasser. Auf den Besucheransturm haben die Teuerungen aber keine Auswirkungen. Am Auftakt-Wochenende konnte sich die Schobermesse über zahlreiche Gäste freuen.

Am ersten Wochenende war viel los auf der Schobermesse. Foto: Facebook/ Schueberfouer Luxembourg

Mittlerweile an die Preise gewöhnt?

Eine Frau erklärt gegenüber L’essentiel, wieso es sie nicht schockt, 6,50 Euro für eine Portion von drei Gromperekichelcher auszugeben. Alle Kosten steigen, und weil alles teurer werde, müssen die Schausteller auch ihr Geld verdienen können – also ist sie bei dem Preis für die berühmten Kartoffelpuffer „nicht wirklich“ schockiert.

Die meisten Preise ähneln ohnehin den Preisen in Luxemburg-Stadt: es gibt kaum Unterschiede festzustellen. Ein Meter mit elf Bieren kostet 65 Euro, eine 40-cl-Cola kostet fünf Euro und eine Flasche Crémant de Luxembourg 41 Euro – nicht Neues also für die luxemburgischen Besucher:innen. Für Gäste aus der Großregion aber womöglich ein kleiner Schock.

Patrick Goldschmidt, Schöffe der Stadt Luxemburg und einer der Verantwortlichen für die Organisation des Luxemburger Volkfests, sagt gegenüber L’essentiel, dass viel los sei und man sehe „ein lachen auf vielen Gesichtern“. Die Schobermesse bringe Menschen zusammen – aus allen sozialen Schichten. „Ja, die Preise sind für manche hoch, aber ich denke, dass sich die Gastronomen bemühen nicht alle Preiserhöhungen an die Konsumenten weiterzugeben. Es gibt für jeden Geldbeutel etwas“, wird Goldschmidt zitiert.

 

 

Beitrag L’essentiel (21.08.2022)