Aktuelle Hochwasser-Lage in Trier: Pegel noch nicht kritisch

Anhaltende Regenfälle lassen die Wasserstände der Mosel und ihrer Nebenflüsse stark ansteigen. In Trier wurde bereits die Meldehöhe von acht Meter überschritten. Ab einer Pegelhöhe von 7,95 Meter wird bereits von einem sogenannten zweijährlichen Hochwasser gesprochen.
Moselhochwasser in Trier. Foto: Florian Blaes
Moselhochwasser in Trier. Foto: Florian Blaes

Hochwasserlage an der Mosel: Aktueller Pegel in Trier ist noch nicht kritisch

Der anhaltende Regen hat die Wasserpegel der Mosel und ihrer Zuflüsse rasant steigen lassen. Bis zum Mittwochvormittag (3. Januar 2024) erreichte die Mosel am Pegel Trier eine Höhe von 8,20 Metern. Die Hochwasservorhersagezentrale des Landes prognostiziert einen möglichen weiteren Anstieg bis auf 8,60 Meter bis Donnerstag. Ab einer Pegelhöhe von 7,95 Metern handelt es sich um ein sogenanntes zweijährliches Hochwasser, das normalerweise für die Stadt Trier jedoch noch keine größeren Auswirkungen hat.

Nächtliche Einsätze wegen umgestürzter Bäume

Die Feuerwehr musste in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu Einsätzen aufgrund des anhaltenden Regens und des stürmischen Wetters ausrücken: So stürzten in Ehrang und auf dem Markusberg aufgrund des aufgeweichten Bodens insgesamt drei Bäume um. Hierbei wurden weder Personen verletzt noch Autos oder ähnliches beschädigt. Die Feuerwehr beobachtet die Lage kontinuierlich und hält neben der Mosel auch die Nebenflüsse und kleinere Gewässer wie den Olewiger Bach, den Biewerbach sowie die Ruwermündung im Blick.

Auf dem Parkplatz Hüstersmühle in Ruwer musste ein Auto abgeschleppt werden, das auf einem Parkplatz parkte, der wegen des Hochwassers gesperrt ist.

Erste Maßnahmen getroffen, weitere folgen erst bei weiterem Anstieg der Pegel

Am Dienstag wurden im Stadtteil Pfalzel bereits mobile Hochwasserschutzelemente aufgebaut. Die Hochwassertüren und Schutztore am Spielesplatz sind geschlossen und Dammbalken im Bereich der Klosterschänke aufgebaut. Die dort befindlichen Brunnen werden beobachtet. Die nächsten Maßnahmen hier greifen nach den Hochwasserschutzplanungen der Stadt ab einer Höhe von 8,60 Meter. Auch im Stadtteil Ehrang sind mobile Hochwasserschutzelemente aufgebaut worden: Im Bereich des ehemaligen Krankenhauses und zwischen der Umgehungsstraße B53 und der Quinter Straße wurden Hochwasserschutztore geschlossen und an der Seifer Mühle gegenüber des Rewe-Supermarkts Dammbalken eingesetzt.

Straßen und Wege wurden gesperrt

Ufernahe Wege wie die Fuß- und Radwege entlang der Mosel wurden bereits gesperrt. Unter anderem sind diese Wege gesperrt: die Ruwermündung, der Moselradweg zwischen Estricher Hof und Zurlauben, die Abgänge und Fußwege beim Nordbad, der Moselradweg zwischen Diedenhofener Straße und Pfalzel, der Kyllradweg zwischen Kyllmündung und Ehrang, der Moselradweg zwischen Seiferstraße und Schweich-Issel und die Ringstraße in Pfalzel.

Das Amt StadtRaum Trier bittet dringend darum, diese Sperrungen zu beachten.

Folgende Straßen an der Mosel sind außerdem betroffen:

  • K86 Leiwen-Trittenheim
  • L156 Trittenheim Neumagen-Drohn
  • K53 Minheim-Kesten
  • K134 Kesten-Lieser
  • B53 Zeltinger Kreisel-Ürzig
  • B53 Ürzig-Kinheim
  • K65 Kövenig-Reil
  • B53 Unterführung Enkirch

Wasserstände an Mosel-Schleusen könnten weiter steigen

Das Hochwassermeldezentrum teilt mit, dass im Bereich der Mosel-Schleusen in Detzem (Landkreis Trier-Saarburg), Koblenz und Müdem im Kreis Cochem-Zell die Pegel in den kommenden Tagen stärker ansteigen könnten als bei vergleichbaren Hochwassern in den vergangenen Jahren. Der Grund dafür ist, dass planmäßig Instandsetzungsmaßnahmen an den Schleusen-Toren durchgeführt werden. Da diese zum Teil nicht eingesetzt werden können, kann es sein,  dass sich das Wasser an den Schleusen stärker aufstaue.

Verwendete Quellen:
– eigener Bericht
– Pressemitteilung Stadt Trier, 3.01.2024