Großer Ansturm auf Corona-Impf-Anmeldung im Saarland: Technische Probleme sorgen für Frust

Seit gestern (24. Dezember 2020) 12.00 Uhr können sich die ersten Menschen im Saarland für eine Corona-Impfung anmelden. Bereits am ersten Tag war der Andrang bei der Impf-Anmeldung massiv. Hohe Zugriffszahlen legten das Online-Buchungssystem teilweise lahm und auch die Telefon-Hotline hatte mit Problemen zu kämpfen. Das führte zu viel Frust bei zahlreichen Menschen im Saarland.

Im Saarland beginnen in wenigen Tagen die Corona-Impfungen. Der Ansturm auf die Termine war bereits am ersten Tag massiv. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer
Im Saarland beginnen in wenigen Tagen die Corona-Impfungen. Der Ansturm auf die Termine war bereits am ersten Tag massiv. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer

Großer Ansturm auf Impf-Anmeldung im Saarland

Am gestrigen Heiligabend startete um 12.00 Uhr die Anmeldung für die Corona-Impftermine im Saarland. Von der ersten Minute an war der Andrang auf die Termine immens. So brach das Online-Buchungssystem unmittelbar nach dem Start der Anmeldungsmöglichkeit zusammen.

Probleme beim Online-Buchungssystem

SOL.DE erreichten bis etwa 12.30 Uhr eine Vielzahl von Mails, in denen über die technischen Schwierigkeiten berichtet wurde. Durch die hohen Zugriffszahlen waren die Server des Buchungssystems derart überlastet, dass den meisten Menschen zunächst nur Fehlerseiten ausgespielt wurden. Auch wir testeten die Buchungswebsite mehrmals und erhielten sogenannte 502-Fehlercodes.

[legacy_code]

So kannst du dich für eine Corona-Impfung im Saarland anmelden[/legacy_code]

Das saarländische Gesundheitsministerium erklärte auf SOL.DE-Anfrage, dass man zwar mit einer hohen Nachfrage gerechnet habe, dass der eingeströmte Traffic in den ersten Minuten die Erwartungen aber noch um ein Vielfaches übertroffen habe. 

Pannen sorgen für Ärger

Nach etwa 20-30 Minuten waren die technischen Probleme dann zunächst gelöst. Im Laufe des Tages kam es dann aber zu einem Fehler bei der Terminvergabe. Manchen Personen wurden für den 1. Januar ab 8.00 Uhr Impftermine vergeben, obwohl die saarländischen Impfzentren erst um 9.00 Uhr öffnen.

Damit die Betroffenen keine Nachteile erleiden, wurden sie auf freie Termine umgebucht. Dazu musste das komplette Verfahren für etwa fünf Stunden gestoppt werden. Bis etwa 19.15 Uhr erhielten die Nutzer:innen des Online-Buchungssystems dann nur noch die Meldung, dass aktuell alle Impftermine belegt seien, obwohl dies nicht der Fall war.

Am Abend war das System dann zwar wieder erreichbar, aber es kam laut Angaben mehrerer SOL.DE-Leser:innen weiter zu langen Ladezeiten. Zudem berichteten Leser:innen, dass sie nach der Eingabe ihrer Daten zunächst keinerlei Bestätigung erhielten, dass sie zur Impfung angemeldet sind.

Auch Telefon-Hotline überlastet

Auch die Telefon-Hotline war dem großen Andrang auf die Impftermine zunächst nicht gewachsen. Nach kurzer Zeit wurde eine weitere Hotline-Nummer eingerichtet, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. 

Aber auch in der Folge kam es zu Kapazitätsproblemen. Gleich mehrere Leser:innen gaben an, dass sie stundenlang keine Chance gehabt hätten, bei der Hotline durchzukommen. Die Wartezeiten haben teilweise über 2 Stunden betragen.

Probleme bei Terminvergabe sorgen für Frust

Diese Probleme sorgten bei vielen Menschen im Saarland für Frust. Mehrere Leser:innen berichteten, dass sie keinen Termin für ihre betagten Eltern bekommen konnten, obwohl sie es stundenlang versucht hatten.

Auf SOL.DE-Anfrage am Donnerstagmittag (vor den technischen Pannen am Nachmittag) erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bereits, dass es aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach Corona-Impfungen dazu kommen könne, dass Menschen nicht sofort einen Termin erhalten.  Das liege daran, dass man zu  Beginn nur eine begrenzte Anzahl an Impfdosen zur Verfügung habe. Jede Woche würden aber Tausende weitere Impfdosen ins Saarland geliefert werden, sodass dann auch wieder neue Termine vergeben werden könnten.

Verwendete Quellen:
– eigene Recherche
– Leser:innen-Briefe
– Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums

Meistgelesen