Saarland will Kita-Gebühren komplett abschaffen

Im Saarland sollen die Kita-Gebühren schrittweise bis zum Jahr 2027 abgeschafft werden. Das teilte die neue saarländische Landesregierung am heutigen Dienstag (17. Mai 2022) mit. Die Pläne im Einzelnen:
Im Saarland sollen die Kita-Gebühren schrittweise abgeschafft werden. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Axel Heimken
Im Saarland sollen die Kita-Gebühren schrittweise abgeschafft werden. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Kita-Gebühren sollen im Saarland abgeschafft werden

Im Saarland sollen die Kita-Gebühren spätestens bis zum Ende der neuen Legislaturperiode 2027 komplett abgeschafft werden. Über diese Pläne informierte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) am heutigen Dienstag im Nachgang an die erste Klausurtagung der neuen Landesregierung. Unklar sei laut Rehlinger zum jetzigen Zeitpunkt noch, ob dies bereits zum 1. Januar 2027 oder erst zum 1. August 2027 der Fall sei.

Senkung der Kita-Gebühren bereits im August

Bereits ab dem 1. August 2022 sollen die Kita-Gebühren von dann 12,5 Prozent der Personalkosten jedes Jahr um weitere 2,5 Punkte abgesenkt werden. Dazu werde Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) mit den Trägern der Kitas abschließende Gespräche führen und weitere Einzelheiten am nächsten Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz vorstellen.

Rehlinger: Bildung muss ab der Kita kostenlos sein 

Für die Finanzierung der Kita-Gebühren-Abschaffung sind laut Rehlinger pro Jahr etwa 50 Millionen Euro notwendig. „Das drückt auch die finanzielle Belastung von Familien aus“, so die Ministerpräsidentin. 2019 habe man den Weg der Gebührensenkung in der Großen Koalition gestartet, damals noch bei einem Elternbeitragsanteil von 25 Prozent. Nun werde dieser Weg fortgesetzt. „Bildung muss kostenlos sein. Von der Kita bis zum Meister und zum Master“, so Rehlinger.

Abschaffung der Kita-Gebühren als „echter Standortfaktor“

Die Abschaffung der Kita-Gebühren stellt für Rehlinger eine gute Investition für das Saarland als Standort dar. Auch wenn man in Städten wie beispielsweise München mehr verdienen könne, wäre es schwierig, dort eine Wohnung oder die Bildung der Kinder zu finanzieren. Insofern könne man bei der Abschaffung der Kita-Gebühren von einem „echten Standortfaktor“ sprechen. Es gehe darum, „mit Selbstbewusstsein für dieses Land zu werben“, so Rehlinger.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur