Wünschewagen bringt Natalie (50) zu einem letzten Spaziergang am Furpacher Weiher

Der Wünschewagen des ASB Landesverbandes Saarland erfüllt die Wünsche von todkranken Menschen. Zuletzt sorgte das Team dafür, dass die 50-jährige Natalie noch einmal am Furpacher Weiher spazieren konnte.
Der Wünschewagen brachte die krebskranke Natalie zum Furpacher Weiher. Fotos: ASB Landesverband Saarland
Der Wünschewagen brachte die krebskranke Natalie zum Furpacher Weiher. Fotos: ASB Landesverband Saarland

Es ist ein bescheidener Wunsch und doch bedeutet die Erfüllung für die krebskranke Natalie viel: „Noch einmal wie früher mit meiner Freundin am Furpacher Weiher spazieren. Einfach nur die Natur genießen und auf andere Gedanken kommen.“ Einmal sollte das Bronchialkarzinom in ihrer Brust nicht die Hauptrolle spielen. Dieser Herzenswunsch wurde erfüllt von Jürgen Müller und seinem Team des ASB-Wünschewagens. Das Mobil brachte die 50-Jährige an einem sonnigen Freitag (23. Juli 2021) zu ihrem Sehnsuchtsort.

Wunscherfüllerinnen begleiten Natalie auf ihrem Ausflug

Um ihren Ausflug möglich zu machen, standen Natalie die Wunscherfüllerinnen Anja Fatscher und Birgit Monz zur Seite. Wie alle Ehrenamtlichen des Wünschewagens verfügen die beiden ausgebildeten Krankenpflegerinnen über medizinische Qualifikationen. Obwohl alle bereits durchgeimpft waren, führten sie vor der Abreise noch einen Corona-Schnelltest durch. „Fahrgast und Begleitung brauchen ebenfalls einen tagesaktuellen Test“, erklärt Jürgen Müller. „Sicher ist sicher.“

Wünschewagen bringt 50-Jährige zum Furpacher Weiher 

Bei eitel Sonnenschein brach das weiß-rot-blaue Mobil dann vom Hof der ASB-Rettungswache in Saarbrücken zum Fliedner Hospiz in Neunkirchen auf. Dort wartete Natalie schon ungeduldig. Mit einem Lächeln bemühte sie sich in den Wagen: „Einsteigen geht noch. Mehr aber auch nicht.“ Pünktlich um 14:00 Uhr ging es dann los. Nach 20 Minuten kam der Wünschewagen am Weiher an.

„Das, was geht, möchte ich auch noch machen“

Dort begleiteten ihre beste Freundin und deren Sohn Natalie um das Gewässer. Vom Rollstuhl aus beobachtete die 50-Jährige die Schwäne auf dem Weiher und die Kinder auf dem Spielplatz, bewunderte die Blumen und die alten Bäume. Zwei Stunden lang spazierten sie durch den Park, der fast genauso war, wie Natalie es in Erinnerung hatte.

Auf der Rückfahrt zum Hospiz zeigte sich die 50-Jährige glücklich und bestärkt für den verbleibenden, schweren Weg. „Das, was geht, möchte ich auch noch machen“, erklärte sie.

Verwendete Quellen:
– ASB Landesverband Saarbrücken