Saar-Polizist soll Toten bestohlen haben – Vorfall in Einrichtung für Betreutes Wohnen

Während eines Einsatzes an Silvester soll ein Saar-Polizist mehrere Geldscheine aus dem Geldbeutel eines Toten geklaut haben. Der Beamte wurde suspendiert. Mittlerweile sind neue Details zu dem Vorfall bekannt.
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Polizisten, der bei einem dienstlichen Einsatz einen Toten bestohlen haben soll. Symbolfoto: picture-alliance/ dpa | Frank Kleefeldt
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Polizisten, der bei einem dienstlichen Einsatz einen Toten bestohlen haben soll. Symbolfoto: picture-alliance/ dpa | Frank Kleefeldt

Saar-Polizist soll im Dienst Toten bestohlen haben

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Polizisten, der bei einem dienstlichen Einsatz einen Toten bestohlen haben soll. Der Kriminalkommissar sei am 31. Dezember mit Ermittlungen im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen betraut gewesen, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am heutigen Donnerstag (5. Januar 2023) mit. Dabei soll er insgesamt 300 Euro aus dem Geldbeutel des Verstorbenen entwendet haben, der im Schlafzimmer der Wohnung des Mannes lag.

Bargeldbetrag bei Beschuldigtem gefunden

Der Bargeldbetrag war laut Staatsanwaltschaft später bei dem Beschuldigten gefunden worden. Dieser habe die Tat eingeräumt. Zuvor hatte die „SZ“ darüber berichtet.

„Interne Kontrollmechanismen“ führten zu Verdacht

Der Vorfall sei dem Landespolizeipräsidium bekannt, teilte der Sprecher des Innenministeriums in Saarbrücken mit. Der Verdacht einer Straftat habe sich „aufgrund interner Kontrollmechanismen“ ergeben, die noch am Tattag zu Ermittlungen geführt hätten. Seit dem Ereignis sei der Beamte nicht mehr im Dienst.

Dienstrechtliche Maßnahmen eingeleitet

Zudem seien vom Landespolizeipräsidium dienstrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden: Unter anderem werde ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte geprüft. Nähere Angaben könnten aus Gründen des Persönlichkeitsrechtes des Betroffenen nicht gemacht werden, hieß es aus dem Ministerium. Die polizeiliche Sachbearbeitung habe das Dezernat für Besondere Ermittlungen (BEK) übernommen.​

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigener Bericht