Seniorin schwerstverletzt bei Brand in Neunkirchen – Hausbewohner jetzt obdachlos

Eine 86-Jährige hat bei einem Brand in ihrer Neunkircher Wohnung schwerste Verletzungen erlitten. Das Feuer war wohl durch Fahrlässigkeit ausgebrochen.
Das Feuer brach in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss aus. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE
Das Feuer brach in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss aus. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE

Bei einem Brand in der ehemaligen Hüttensiedlung in Neunkirchen sind am Dienstagabend (29. März 2022) eine 86-jährige Frau und zwei Feuerwehrleute verletzt worden. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar, teilten die Einsatzkräfte am Morgen mit.

Seniorin schwer verletzt

Das Feuer war demnach gegen 20.10 Uhr in der Carl-Ferdinand-Straße ausgebrochen. Mittels einer Drehleiter und zwei Trupps mit schwerem Atemschutz rettete die Feuerwehr die 86-Jährige aus der brennenden Wohnung im zweiten Obergeschoss. Sie kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Die anderen fünf Bewohner:innen wurden über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht und von Rettungskräften betreut.

Kamineffekt im Wohnhaus

Wegen der massiven Brandausbreitung innerhalb der Wohnung kam es zu einer thermischen Entwicklung im Treppenhaus, dem sogenannten Kamineffekt. Eine Rauchabzugsöffnung konnte den Einsatz der Feuerwehr erleichtern und die Brandausbreitung auf das Treppenhaus verhindern.

Feuerwehr bringt Brand unter Kontrolle

Die Kräfte brachten den Brand kurze Zeit nach Beginn der Löscharbeiten unter Kontrolle. Große Teile der Einrichtung mussten über den Balkon ins Freie gebracht und abgelöscht werden.

Kräfte leicht verletzt

Ein Feuerwehrangehöriger erlitt während der Rettung der Seniorin eine leichte Rauchvergiftung. Eine Einheitenführerin stürzte und verletzte sich ebenfalls leicht.

Haus erstmal unbewohnbar

Das Wohnhaus wurde als unbewohnbar deklariert. Die nun obdachlosen Bewohner:innen kamen in einem Hotel beziehungsweise bei Verwandten unter.

Ursache offenbar Fahrlässigkeit beim Zeitungslesen

Die Seniorin soll beim Zeitungslesen unvorsichtig gewesen sein, berichtet die „SZ“. Ihre Zeitung soll durch ein brennendes Teelicht in Brand geraten sein. Daraufhin habe sich das Feuer in der Wohnung ausgebreitet. Es sei Schaden von mindestens 100.000 Euro entstanden. In der Spitze waren rund 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort.

Verwendete Quellen:
– Facebook-Post der Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen-Innenstadt, 30.03.2022
– Saarbrücker Zeitung