Aktuell keine 2G-Regelung im Saarland notwendig – Begründung des Gesundheitsministeriums

Laut Gesundheitsministerin Monika Bachmann ist im Saarland derzeit keine 2G-Regelung notwendig. Die CDU-Politikerin führte unter anderem die hohe Impfquote hierzulande als Begründung dafür an. Derweil wird vom Bund eine Verbesserung der Impfstofflieferungen über die Apotheken und Praxen gefordert. Das gesamte Statement zur derzeitigen Corona-Lage:

Auf 2G-Regeln will das Saarland im Moment nicht setzen. Foto: dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert

Saarland verzichtet momentan auf 2G-Regelung

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hat sich am gestrigen Montag (1. November 2021) zur aktuellen Corona-Lage geäußert. Die Kernaussage: Aktuell ist im Saarland keine 2G-Regelung notwendig. Zur Begründung hieß es, dass die hohe Impfquote hierzulande für eine niedrige Auslastung der Intensivkapazitäten sorge.

Im Detail sagte Bachmann dazu: „Die aktuelle Situation im Saarland ist, gemessen an den Inzidenzen in anderen Bundesländern, glücklicherweise eine deutlich bessere„. Man habe mit einer Inzidenz von 72,5 (Stand von Montag, Anm. d. Red.) den zweitniedrigsten Wert aller Länder. Wiederum den zweithöchsten Wert bundesweit verzeichne das Saarland mit einer Impfquote von 73,1 bei den vollständigen Impfungen. Das sorge für zwei Schlussfolgerungen. Erstens müsse die Lage von Land zu Land unterschiedlich bewertet werden. Zweitens belege die hohe Impfquote bei verhältnismäßig geringer Inzidenz, „dass die Impfung vor Ansteckung und schweren bzw. tödlichen Verläufen schützt“, so die Politikerin.

Niedrige Auslastung der Intensivkapazität

Als „wesentlichen Beleg“ dafür, dass die Impfung eine schützende Wirkung hat, nannte Bachmann die „niedrige Auslastung der Intensivkapazitäten mit COVID-19 Fällen in den saarländischen Krankenhäusern“. Im Oktober lag die Hospitalisierungsinzidenz „stabil zwischen eins bis zwei – Tendenz zum Ende des Monats: fallend“. Die sogenannte Covid-19-Koordinierungsgruppe des Saarlandes hatte laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums beschlossen, einschränkende Schutzmaßnahmen bei Besuchen von Kliniken ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 12 je 100.000 Einwohner:innen zu erlassen.

„Entspannt“ sei zudem auch die momentane Lage im Bereich der Pflegeeinrichtungen, so die Politikerin weiter. „Neben zehn aktiven Corona-Fällen bei Bewohnerinnen bzw. Bewohner innerhalb einer Einrichtung, sind lediglich 16 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter landesweit aktiv infiziert“.

Thema Auffrischungsimpfungen

Wie ebenso aus der Mitteilung hervorgeht, erfahren die Auffrischungsimpfungen hierzulande nicht die gleiche Resonanz wie die Nachfrage zu Beginn der Impfkampagne im vergangenen Januar. „Vor Ort stellen wir fest, dass Personen aktuell noch auf die dritte Impfung verzichten, da Ihnen der Schutz durch die erste Impfserie noch ausreichend erscheint und keine Notwendigkeit für eine Auffrischung gesehen wird“, hieß es.

Verbesserung von Impfstofflieferungen gefordert

Derweil fordert das Gesundheitsministerium Bachmann zufolge eine Verbesserung der Impfstofflieferungen über die Apotheken und Praxen. Diese müssten kurzfristiger umgesetzt werden können.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Pressestelle des Gesundheitsministeriums Saar, 01.11.2021