Corona im Saarland: 226 Millionen Euro Kurzarbeitergeld gezahlt

Im Saarland ist die Zahl der Arbeitslosen in der Corona-Krise zwar gestiegen, die Kurzarbeit konnte aber viele Arbeitsplätze sichern. Die ersten, sehr düsteren Prognosen, trafen nicht so dramatisch wie erwartet ein.
Die Kurzarbeit konnte viele Beschäftigte vor der Arbeitslosigkeit bewahren. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Die Kurzarbeit konnte viele Beschäftigte vor der Arbeitslosigkeit bewahren. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Die Kurzarbeit konnte viele Beschäftigte vor der Arbeitslosigkeit bewahren. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Die Kurzarbeit konnte viele Beschäftigte vor der Arbeitslosigkeit bewahren. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk

Nach rund einem Jahr Corona-Krise zieht die Bundesagentur für Arbeit ein gemischtes Fazit für den Arbeitsmarkt im Saarland. Die Zahl der Arbeitslosen sei gestiegen, die Kurzarbeit habe aber viele Arbeitsplätze sichern können, teilte die Regionaldirektion in Saarbrücken der Deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt habe die Arbeitsagentur im Saarland im vergangenen Jahr 226 Millionen Euro konjunkturelles Kurzarbeitergeld ausgezahlt.

Deutlich mehr Kurzarbeits-Anzeigen

Im Jahr 2020 gingen demnach rund 13.900 Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen betrafen etwa 191.000 Beschäftigte. „Dies ist ein Vielfaches mehr als im Jahr 2019. In diesem Jahr gingen lediglich 200 Anzeigen für 9.200 Beschäftigte ein“, teilte die Agentur weiter mit.

Kurzarbeit in 3.700 Betrieben

Eine Anzeige für Kurzarbeit bedeute allerdings nicht, dass diese auch umgesetzt werde. „Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde“, teilte die Agentur mit. Nach den aktuellen Hochrechnungen hätten im November 3.700 Betriebe für 24.800 Mitarbeiter:innen Kurzarbeit umgesetzt. Die höchste Zahl an Kurzarbeiter:innen sei bislang im April 2020 mit 81.200 Mitarbeiter:innen in 8.100 Betrieben gezählt worden. 

Düstere Prognosen treffen nicht ein

„Im März 2020 standen wir plötzlich vor einer großen Herausforderung. Uns ereilte eine Lage, die wir uns so nie hätten vorstellen können“, teilte Daniel Lips, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, mit. Die damaligen Prognosen seien sehr düster gewesen, glücklicherweise aber nicht in einem dramatischen Maße eingetroffen. „Nach einem Jahr kann ich sagen, der Arbeitsmarkt hat Corona standgehalten und zeigte sich robust“, sagte Lips.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur