Kinderarmut verschärft sich weiter

Laut "Paritätischem Wohlfahrtsverband" sind Kinder und Jugendliche trotz sozialpolitischer Reformen in erheblicher Zahl von Armut betroffen. Die Lage hat sich weiter verschärft.
Die Quote der Kinder und Jugendlichen, die von Einkommensarmut betroffen sind, ist gestiegen. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk
Die Quote der Kinder und Jugendlichen, die von Einkommensarmut betroffen sind, ist gestiegen. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk
Die Quote der Kinder und Jugendlichen, die von Einkommensarmut betroffen sind, ist gestiegen. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk
Die Quote der Kinder und Jugendlichen, die von Einkommensarmut betroffen sind, ist gestiegen. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk

Rund 2,8 Millionen Minderjährige in Deutschland sind einkommensarm. Das berichtet der Paritätische Wohlfahrtsverband am Donnerstag (15. Juli 2021). 

Quote der Heranwachsenden in Armut gestiegen

Die Quote der Kinder und Jugendlichen die von Einkommensarmut betroffen sind, sei in den vergangenen zehn Jahren sogar gestiegen – von 18,2 auf 20,5 Prozent in 2019. „Es ist beschämend und erschütternd, wie sich Kinderarmut in diesem reichen Land verschärft und verhärtet„, erklärte der Leiter der Forschungsstelle im Gesamtverband, Joachim Rock.

Alleinerziehende und kinderreiche Familien besonders betroffen

Neben alleinerziehenden Familien, die auch im Saarland häufig unterhalb der Armutsgrenze leben, treffe es auch kinderreiche Familien besonders „hart und heftig“. Das Ausmaß und die Entwicklung seien „besorgniserregend“ und „skandalös“. Der Autor der Studie Andreas Aust erläuterte, dass jüngere Reformen bei Leistungen wie Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss zwar verstärkt Familien mit Kindern aus Hartz IV-Bezug holten, aber „mitnichten armutsfest“ seien. 

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presseagentur
– Eigener Artikel