Landrat von St. Wendel ruft zu Spenden für Opfer von Hochwasser auf

Der Landrat von St. Wendel hat zu Spenden für die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz aufgerufen. Für nachbarschaftliche Nothilfe sind auch Helfer:innen von Hilfsorganisationen aus dem Landkreis in den überschwemmten Arealen im Einsatz.

Viele Orte in Rheinland-Pfalz wurden von der Hochwasserkatastrophe schwer getroffen. Foto: Harald Tittel/dpa-Bildfunk

„Einheiten von Feuerwehr, THW, DLRG und DRK aus unserer Heimat waren oder sind vor Ort. In der Verbandsgemeinde Trier-Land, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, dem Landkreis Ahrweiler. Ihnen gilt unser Dank und unsere Anerkennung. Sie haben nicht gezögert und sind den Amtshilfegesuchen unserer Nachbarn sofort gefolgt“, berichtet der St. Wendeler Landrat Udo Rechtenwald.

„Wir müssen diesen Menschen helfen“

Die Helfer:innen hätte mit eigenen Augen die Urgewalt der Naturkatastrophe gesehen. Zerstörung und Leid. Gemeinsam mit anderen Kamerad:innen unterstützten sie die Menschen, wo sie können. „Die Not jener, die ihr Hab und Gut, die Menschen verloren haben, ist unvorstellbar. Sie stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Wir müssen diesen Menschen helfen.

Spendenkonto für Opfer der Hochwasserkatastrophe

Daher hat der Landkreis bei der Kreissparkasse St. Wendel ein Spendenkonto eingerichtet. Die Bank verzichtet auf die Kontoführungsgebühren. Das Geld soll den Nachbar:innen dort zugutekommen, wo bereits die Hilfsorganisationen im Einsatz sind. Im Saarland habe man Glück gehabt – nebenan nicht. „Es ist unsere nachbarschaftliche Nothilfe“, so Recktenwald.

Landrat verzichtet auf Urlaub und spendet Geld

Recktenwald selbst verzichtet auf seinen Wanderurlaub in der Eifel, der für kommende Woche geplant war. „Man kann nicht wandern und Natur genießen, wenn nebenan Menschen um ihre Existenz kämpfen.“ Das so gesparte Geld spendet der Landrat den Opfern der Hochwasserkatastrophe.

Recktenwald plädiert für besseren Katastrophenschutz

Die Geschehnisse hätte deutlich gemacht, wie wichtig der Katastrophenschutz ist. Der Landkreis St. Wendel habe im vergangenen Sommer dafür ein eigenes Amt eingerichtet, das bereits in der Corona-Pandemie Schlimmeres verhindert habe.

„Ebenso zeigt uns die Naturkatastrophe bei unseren Nachbarn, wie wichtig die frühzeitige Warnung der Bevölkerung ist. Denn dies kann Leben retten.“ Das Sirenennetz im Saarland müsse daher modernisiert und ausgebaut werden. Der Bund fördert die Maßnahme. „Hier müssen wir schneller vorangehen, denn auch bei uns können jederzeit Wetterextreme und sonstige Katastrophen eintreten. Und darauf müssen wir vorbereitet sein, davor muss unsere Bevölkerung frühzeitig gewarnt werden.“

Hier könnt ihr für die Betroffenen spenden:

Kreissparkasse St. Wendel
SWIFT: SALADE51WND
IBAN: DE50 59251020 0120486006
Stichwort: Nachbarschaftliche Nothilfe

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Landkreises St. Wendel