Nach schwerem Unfall von Mutter und Kind: Wintersportzentrum nahe Saarland rät vom Rodeln ab

Aufgrund vereister Flächen im Wintersportgebiet Erbeskopf wird aktuell vom dortigen Rodeln abgeraten. Am Sonntag hatten sich zwei Personen an den Hängen schwer verletzt.
Im Bild zu sehen: Menschen spazieren beim ersten Schnee des beginnenden Winters am Erbeskopf. Foto: dpa/Harald Tittel
Im Bild zu sehen: Menschen spazieren beim ersten Schnee des beginnenden Winters am Erbeskopf. Foto: dpa/Harald Tittel

Wintersportzentrum Erbeskopf rät derzeit vom Rodeln ab

Im Wintersportgebiet Erbeskopf, etwa 25 „Autominuten“ von Nohfelden entfernt, besteht Gefahr durch vereiste Flächen. In diesem Zusammenhang wird derzeit vom Rodeln abgeraten. „Wir empfehlen, die vereisten Flächen nicht zum Rodeln zu nutzen“, so die Vorsitzende des Zweckverbandes Erbeskopf, Vera Höfner. Bei Eisglätte sei es zu gefährlich. Man werde nun verstärkt auf die Gefahren hinweisen.

Schwerer Unfall am Sonntag

Am Sonntag hatten sich an den Hängen zwei Personen schwer verletzt: Eine Mutter (37) und ihr Sohn (12) waren mit dem Schlauch eines Traktorreifens die Skipiste mit hohem Tempo heruntergesaust und gegen eine alte Holzhütte geprallt. „Wir sind sehr erschrocken, dass so ein schlimmer Unfall stattgefunden hat“, sagte Höfner. „Das hat uns alle sehr getroffen. Wir wünschen gute Genesung.“ Es habe am Sonntag laut Polizei weitere, leichter Verletzte gegeben.

Skilifte noch nicht in Betrieb

Die Skilifte sind am Erbeskopf in dieser Saison noch nicht in Betrieb gewesen. Höfner sagte, sie hätten bereits am Samstag vom Rodeln abgeraten. Wenn genug Schnee liege, sei Rodeln am sogenannten Familienhang „eine vernünftige Geschichte“. Jüngst habe es aber keinen Neuschnee gegeben, der bisherige Schnee sei weggetaut. Und dann habe es Regen und wieder Frost gegeben. Höfner ging davon aus, dass die aktuelle Witterung bis Mitte der Woche anhalte. Dann sei wieder Schnee gemeldet.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigener Bericht