Polizei räumt CBD-Läden in Saarbrücken leer – Jusos Saar wollen Verkauf wieder erlauben

Ende April hat die Polizei Razzien in Saarbrücker CBD-Läden durchgeführt und die Geschäfte leergeräumt. Der Vorwurf: „Rauschmissbrauch“. Demgemäß wurde der weitere Handel mit entsprechenden Blüten und Ölen untersagt. Währen die Unternehmen ums Überleben kämpfen, fordern die Jusos Saar, dass der CBD-Verkauf im Saarland wieder erlaubt wird.

Polizei-Razzien in Saarbrücker CBD-Läden

Sorgen CBD-Produkte für ein „High“ oder nicht? Laut „SZ“ geht zumindest die Saar-Polizei von möglichem „Rauschmissbrauch“ aus. Aus diesem Grund wurden den Angaben zufolge bei Razzien Ende April mehrere CBD-Läden in Saarbrücken leergeräumt.

Eines der betroffenen Geschäfte: „Naturkreis„. Hier seien Waren im Wert von rund 30.000 Euro eingezogen worden, so Geschäftsführer Moritz Kammer zur Zeitung. Laut eigener Aussage sei ihm bei der Razzia mündlich ein Verkaufsverbot ausgesprochen worden. „Es geht für uns ums Überleben“, wird er zitiert. Aktuell verkaufe das Geschäft sogenannte „Superfoods“ und nachhaltige Produkte. Wegen des CBD-Verkaufs drohe nun Strafverfolgung. Daher greife Kammer auf die Hilfe eines Anwalts zurück.

Jusos Saar wollen CBD-Verkauf wieder erlauben

Zu der Sachlage haben sich die Jusos Saar auf Facebook geäußert: „Seit Ende April ist der Verkauf von CBD-Produkten im Saarland untersagt. Für uns Jusos ist das völlig unverständlich und Ausdruck einer veralteten Drogenpolitik“. Im Gegensatz zu THC habe „CBD keine berauschende (psychoaktive) Wirkung“, so das Argument.

Die Jusos Saar fordern daher, den Verkauf von CBD-Produkten im Saarland wieder zu ermöglichen. Dafür solle sich Stephan Kolling (CDU), der Drogenbeauftragte des Saarlandes, stark machen. „Langfristig fordern wir, dass das Saarland zur Modellregion für die legale Abgabe von Cannabis wird und somit eine Vorreiterrolle für die Legalisierung innerhalb Deutschlands einnimmt.“

Weitere Hintergründe sowie Details zu den Razzien im Saarland gibt es auf saarbruecker-zeitung.de zum Nachlesen (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Verwendete Quellen:
– Saarbrücker Zeitung
– Facebook-Beitrag der Jusos Saar, 15.06.2021

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