Bombenfunde 2023 in Trier: Erinnerung an Sprengung in Olewig

Immer noch liegen vielerorts gefährliche Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Auch 2023 hatten die Kampfmittelräumer reichlich Arbeit. In Erinnerung bleibt beispielsweise die Sprengung in Trier-Olewig.
Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Juni 2023 in Trier-Olewig wurde im Radius von 1000 Metern gesperrt und evakuiert. Foto: picture alliance/dpa
Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Juni 2023 in Trier-Olewig wurde im Radius von 1000 Metern gesperrt und evakuiert. Foto: picture alliance/dpa

Bombenfunde 2023: So viele Blindgänger wurden in Trier entdeckt

Auch knapp 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs müssen in Rheinland-Pfalz noch immer zahlreiche Blindgänger entschärft werden. Die Zahl der gefundenen großen Weltkriegsbomben im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Jahr 2022 nach Angaben der landesweit zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier fast gleich geblieben. Es wurden demnach 21 Bomben mit mehr als 50 Kilogramm gefunden und unschädlich gemacht: zwei mehr als im Jahr zuvor.

Nach Angaben von Behördensprecherin Eveline Dziendziol lag das Gesamtgewicht der geborgenen Kampfmittel bei rund 18.600 Kilogramm. 2022 seien es knapp 27.000 Kilo gewesen. Unter Kampfmitteln verstehe man hauptsächlich Kriegsbomben sowie Munition.

Sprengung in Trier-Olewig: Mehr als 5.000 Menschen evakuiert

Zu den besonderen Einsätzen im Jahr 2023 zählten laut Dziendziol die Sprengung einer Langzeitbombe in Trier-Olewig, da eine anderweitige Entschärfung nicht möglich gewesen sei. Bei Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück war eine 125 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz hatte festgestellt, dass es sich um eine gefährliche Bombe mit einem Säurezünder handelt. Sie hatte einen beschädigten Langzeitzünder. Daher bestand die Gefahr, dass die Bombe bei einer Bewegung explodiert. Folglich musste sie noch vor Ort gesprengt werden. 5.400 Menschen mussten dafür ihre Häuser verlassen.

Die 125 Kilogramm Bombe wurde bei Bauarbeiten auf einem privaten Grundstück entdeckt. Foto: Presseamt Stadt Trier

Zudem habe es Ende Februar 2023 eine Zusammenarbeit mit den Höhenrettern der Feuerwehr Koblenz gegeben, als zwei 500-Kilo-Bomben nach der Entschärfung aus einem Steilhang geborgen werden musste. Hunderte Anwohnerinnen und Anwohner mussten während der Aktion vorsorglich ihre Wohnungen verlassen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigener Bericht