Unwetter in der Region: Diese Bilder zeigen das Ausmaß der Katastrophe

Mehrere Menschen sind nach heftigen Unwettern im Westen Deutschlands gestorben. In einem kleinen Ort in der Eifel stürzen in der Nacht sechs Häuser ein. Zahlreiche Menschen werden vermisst. Auch andernorts bleibt die Lage angespannt.

Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen, die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort angerichtet hat. Foto: dpa-Bildfunk/TNN/Christoph Reichwein
Die mit einer Drohne gefertigte Aufnahme zeigt die Verwüstungen, die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort angerichtet hat. Foto: dpa-Bildfunk/TNN/Christoph Reichwein

Unwetter in Rheinland-Pfalz

Nach Überflutungen und Dauerregen sind im Eifel-Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz vier Menschen ums Leben gekommen. Die genauen Umstände seien noch unklar, die Opfer seien an mehreren Orten gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Koblenz. Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau stürzten in der Nacht sechs Häuser ein. Mehr als 30 Menschen werden nach Angaben eines Polizeisprechers vermisst. Eine Vielzahl von Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen.

Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich. In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Kräfte aus dem Saarland im Einsatz

Ins benachbarte Rheinland-Pfalz rückten auch Kräfte aus dem Saarland aus. „Um 22.10 Uhr alarmierte die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg am gestrigen Mittwoch die Sandsackfüllkomponente des Landkreises St. Wendel zur Unterstützung nach Bitburg (RLP)“, heißt es etwa in einem Beitrag der Facebook-Seite „Feuerwehren Landkreis St. Wendel“.

Mehrere Tote

In Solingen starb ein 82 Jahre alter Mann nach einem Sturz im überfluteten Keller seines Hauses. Bei dem Sturz sei er mit dem Kopf unter Wasser geraten, sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Polizei am Donnerstag.

Im Sauerland starben zudem bei Rettungseinsätzen zwei Feuerwehrleute. Ein 46-jähriger Feuerwehrmann war am Mittwochnachmittag in Altena nach der Rettung eines Mannes aus einem überfluteten Stadtteil ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Knapp zwei Stunden später kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen. Er sei am Mittwochabend trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen gestorben, teilte die Polizei mit. Ersten Erkenntnissen nach handelte es sich bei dem Unglück um einen gesundheitlichen Notfall.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Facebook-Gruppe „Feuerwehren Landkreis St. Wendel“

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