Mammut-Baustelle auf A 64: Morgens eine Spur, mittags zwei für Trier

Ein Mammutprojekt auf der Autobahn Richtung Luxemburg ging Mitte Juli an den Start. Sechs Jahre lang soll die Autobahn zwischen Luxemburg (A 64) und der Ehranger Brücke erneuert werden. Das Großprojekt kostet rund 69 Millionen Euro.
Sechs Jahre soll die Erneuerung der A 64 zwischen der Luxemburger Grenze und Trier dauern - nach aktuellem Stand. Foto: Autobahn GmbH
Sechs Jahre soll die Erneuerung der A 64 zwischen der Luxemburger Grenze und Trier dauern - nach aktuellem Stand. Foto: Autobahn GmbH

Ein vergleichbares Projekt hat es noch nicht gegeben: Am Montag, 17.07.2023, startete die Sanierung der A 64, die sechs Jahre andauern wird. Die Richtungsfahrbahnen Luxemburg und Trier zwischen der Landesgrenze und dem Übergang zur ehemaligen B 52 werden auf jeweils zwölf Kilometern komplett erneuert.

Über 35 Jahre ohne Fahrbahnerneuerung

Die A 64 wurde 1987 für den Verkehr freigegeben. Seitdem hat der Verkehr deutlich zugenommen und die Belastung ebenfalls. In dem Streckenverlauf wurde bislang keine grundhafte Fahrbahnerneuerung durchgeführt. Diese ist jetzt notwendig, da aufgrund der jahrelangen Verkehrsbelastung nicht nur der Oberbau, sondern auch die darunter liegende Frostschutzschicht erneuert werden müssen.

Die Bauarbeiten werden in drei Abschnitte unterteilt. Insgesamt verschluckt das Projekt knapp 69 Millionen Euro. 5,5 Millionen Euro davon kostet allein die aufwendige Verkehrsführung im ersten Bauabschnitt, die ab Montag gilt:

Fahrspur wechselt beinahe täglich

Um die Beeinträchtigungen im Verkehr so gering wie möglich zu halten, wurde eine sogenannte Wechselverkehrsführung aufgebaut.

Vormittags eine Spur nach Trier, nachmittags zwei

Dem Verkehr Richtung Luxemburg stehen vormittags zwei verengte Fahrstreifen zur Verfügung. Der Verkehr Richtung Trier kann nur eine Spur nutzen. Erst am Nachmittag, wenn der Berufsverkehr wieder einsetzt, stehen dem Verkehr Richtung Trier dann zwei Fahrtstreifen zur Verfügung – der Verkehr Richtung Luxemburg erhält dann wiederum nur einen Fahrtstreifen.

Parallel zum Aufbau der Baustellenverkehrsführung werden im Streckenverlauf bereits seitliche Nothaltebuchten und Mittelstreifenüberfahrten hergestellt.

Winterpause: Zwei Spuren auf beiden Seiten

Wenn die neue Verkehrsführung fertig ist, beginnen am 21. August die Arbeiten zur Erneuerung der Mittelstreifenentwässerung. Diese sollen planmäßig bis Ende November 2023 abgeschlossen sein. Danach folgt ein teilweiser Rückbau der Baustellenverkehrsführung – und anschließend beginnt die Winterpause der Baumaßnahme. Während die Arbeiten pausieren, stehen dem Verkehr wieder jeweils zwei Fahrstreifen in Richtung Luxemburg und Trier zur Verfügung.

Strecke bis Trier soll Ende 2025 fertig sein

Je nach Witterung starten dann im März 2024 die eigentlichen Bauarbeiten zur grundhaften Erneuerung der Fahrbahnen in Fahrtrichtung Trier und Luxemburg. Im Zuge des 1. Bauabschnitts wird die Autobahn Richtung Trier zwischen der Sauertalbrücke und dem Parkplatz „Markusberg“ erneuert. Im Anschluss daran werden die Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn Luxemburg zwischen dem Parkplatz „Sauertal“ und der Sauertalbrücke durchgeführt.

Die Arbeiten sollen bei planmäßigem Verlauf Ende September 2025 beendet sein. Danach folgen weitere Abschnitte, über die dann informiert werde.

Mitteilung Autobahn GmbH (13.07.2023)