Polizistenmord: Was wir über den Tatverdächtigen (38) aus dem Saarland wissen

Am Abend gab es die Festnahme des 38-jährigen Tatverdächtigen. Das ist über ihn bislang bekannt.
In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten an der A 60. Symbolbild: Pixabay
In der kommenden Woche beginnen die Bauarbeiten an der A 60. Symbolbild: Pixabay

Was ist bislang über den Hauptverdächtigen bekannt? 

Nach Polizeiangaben gilt A. S. (38) als der Haupttatverdächtige im Fall des brutalen Mordes an den beiden Polizisten bei Kusel. Unser newstr.de-Reporter war den ganzen Tag unterwegs, auch bei der Festnahme am Abend.

Was wissen wir bislang über den Täter? Der Täter kommt wohl gebürtig aus dem saarländischen Homburg, wohnt aber schon lange in Spiesen-Elversberg. Dort besitzt er in einer kleinen Sackgasse, in einem dicht bewohnten Gebiet, ein Haus.

Die Nachbarn erzählen uns im Gespräch, dass der Unternehmer in den letzten Monaten sehr aggressiv aufgefallen sei. An seinem Haus hat er ein großes Geweih und um die Garage viele kleine Geweihe hängen. A. S. hatte bis 2020 einen Waffenschein, den er zum Jagen eingesetzt hatte. Dieser wurde ihm allerdings dann entzogen.

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Er hatte mehrere Bäckereien und einen Wildhandel 

Weiterhin ist bekannt, dass er vier Bäckereien, unter anderem in Spiesen-Elversberg und Sulzbach, hatte. Sie wurden im Familienunternehmen betrieben. Diese wurde herunter gewirtschaftet und er meldete vor ein paar Jahren Insolvenz an. Zudem hatte er in Neunkirchen/Saar einen Wildhandel, welcher ebenfalls in die Insolvenz ging und geschlossen wurde.

Nach Polizeiangaben soll der Tatverdächtige bereits polizeilich aufgefallen sein, allerdings nicht als Extremist. 2018 engagierte er sich einmal sozial und spendete der Organisation „Helfende Hände / Ingos kleine Kältehilfe“ 1.200 Gläser Jagdwurst. Bei der Kontrolle hatte A. S. nach Informationen der Polizei im Kofferraum erlegtes Wild. Ob er illegal in Rheinland-Pfalz wilderte und es dann noch im Saarland verkaufte, ist bislang unbekannt.

Am Abend wurde er in Sulzbach in der Bahnhofstraße in einem Wohnhaus mit einem zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Die Polizei kam ihm auf die Spur, weil er laut Polizei persönliche Dokumente auf der Flucht verloren hatte. Zudem hatte er sich über seine Anwältin der Polizei gestellt. Diese überwältigte ihn mit einem SEK-Einsatz. Weiteres ist dazu noch nicht bekannt.