Schobermesse in Luxemburg: Was kostet mich ein Besuch?

Auf einem Volksfest kann man viel Geld lassen, das ist klar. Gegenüber L’essentiell erzählen einige Besucherinnen und Besucher von der diesjährigen Schobermesse in Luxemburg, wie viel sie ausgegeben haben. Eins lässt sich sagen: wer in kurzer Zeit viel Geld loswerden will, ist hier genau richtig.
Bis zu 2 Millionen Menschen besuchen das große Volksfest. Foto: Luxembourg City Tourist Office
Bis zu 2 Millionen Menschen besuchen das große Volksfest. Foto: Luxembourg City Tourist Office

Ein paar Euro hier, eine kleine Cola da und dort drüben noch einen kleinen Snack. Auf einem Volksfest summieren sich die Ausgaben sehr schnell. In Luxemburg begann am 23. August die Schobermesse. Das große Volksfest besuchen im Durchschnitt rund zwei Millionen Menschen. Wer noch hin möchte, hat noch täglich bis 11. September Zeit.

Auch auf der „Schueberfouer“ sind die Teuerungen der letzten Monate nicht spurlos vorbei gegangen. Einige Besucher:innen zeigten sich geschockt über die gestiegenen Preise, andere wiederum störten sich nicht daran, berichtet das luxemburgische Portal L’essentiel. 

Für die Schueberfouer tief in die Tasche greifen

Eine Besucherin hat für Nudeln 7,50 Euro ausgegeben. Ihr Fazit gegenüber L’essentiel: Das Gericht war gut, aber „ein bisschen teuer“. Allerdings war der Preis im Vergleich beinahe ein Schnäppchen. Wie die Besucherin berichtet, gibt es ein Crêpe für mehr als 15 Euro. Ein Luxemburger erzählt, dass er früher oft mit seiner Familie das Wochenende auf dem Fest verbracht habe. Dies sei bei den aktuellen Preisen aber nicht mehr möglich. Wenn beispielsweise alle vor Ort essen wollen, sei man schnell mehr als 50 Euro los. Unter anderem kostet ein Kotelett mit Pommes etwa 11,50 Euro.

Vergleicht man aber die Preise mit dem vergangenen Jahr, sind die Zahlen kaum eine Überraschung. Schon 2022 kostete ein halber Liter Bier sieben Euro und ein Liter Wasser gab es für rund 11,50 Euro.

Die teils hohen Preise sind keine Überraschung mehr

Ein Verkäufer vor Ort berichtet L’essentiel, dass er an den Preisen nichts „Übertriebenes“ im Vergleich zu anderen Veranstaltungen sehe. Die Preise müssten steigen, weil auch er die gestiegenen Kosten für Löhne und Rohstoffe oder auch Strom weitergeben müsse.

Nicht nur die Preise der Fahrgeschäfte der Schueberfouer seien gestiegen, auch die Verpflegung vor Ort ist in diesem Jahr deutlich teurer geworden. Es scheint, als hätten die Preise aber keine Auswirkungen auf den Besucherstrom. Am Auftakt-Wochenende konnte sich die Schobermesse über zahlreiche Gäste freuen. Beispielsweise sagte ein deutsche Besucherin, dass der Besuch der Schobermesse ein teurer Ausflug wäre, diese sie aber nicht hindern würden.

Beitrag L'essentiel (26.08.2023)