Zigarettenpreise in Luxemburg werden erhöht

Wer grenznah wohnt, profitiert nicht nur von den günstigeren Spritpreisen in Luxemburg. Raucherinnen und Raucher freuen sich über die vergleichsweise billigen Zigarettenpreise. Demnächst werden aber auch im Großherzogtum die Preise steigen:
In Luxemburg werden die Preise für Zigaretten erhöht. Symbolfoto: picture alliance/dpa
In Luxemburg werden die Preise für Zigaretten erhöht. Symbolfoto: picture alliance/dpa

Für die Nachbarländer ist Luxemburg eine Tabak-Oase. Hierzulande kostet ein kleines Päckchen um die acht Euro, in Frankreich sogar noch mehr. Vor über einem Monat einigte man sich in Luxemburg auf „verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums“. Geplant ist, die Preise für Zigaretten und Tabak zu erhöhen. In einem Monat ist es soweit: ab 01. Juli werden die Preise erhöht.

So viel kosten die Zigaretten ab Juli

Wie aus einem aktuellen Bericht des luxemburgischen Portals L’essentiel hervorgeht, gab die DP-Finanzministerin Yuriko Backes einen Überblick über die neuen Zigarettenpreise. Ab 01. Juli werden demnach für eine Schachtel mit 20 Zigaretten 4,70 Euro fällig. Das größere Päckchen mit 25 Zigaretten wird 5,85 Euro kosten und eine Schachtel mit 30 Zigaretten 7,05 Euro.

Trotz Erhöhung günstiger als Nachbarländer

Auch mit der geplanten Erhöhung der Zigarettenpreise ist das Großherzogtum deutlich günstiger als seine Nachbarländer. Durchschnittlich kosten 20 Zigaretten in Deutschland acht Euro. In Frankreich hingegen sind Tabakwaren noch teurer. Dort kostet ein vergleichsbares Päckchen über zehn Euro.

Kampf gegen Tabakkonsum?

Die neuen Pläne seien ganz im Sinne der Krebsstiftung, hieß es im April, als bekannt geworden war, dass die Preise erhöht werden sollen. Außerdem sei auch geplant, eine neutrale Zigarettenschachtel einzuführen, „um die Attraktivität der Zigarettenschachteln zu verringern“ – vor allem bei Jugendlichen. „Wir würden gerne in diese Richtung gehen, ja. Frankreich hat damit überzeugende Ergebnisse erzielt“, wird Lucienne Thommes, Direktorin der Krebsstiftung, zitiert. Anfang März verwies sie bereits auf die „lächerlich“ niedrigen Tabakpreise im Verhältnis zum Einkommensniveau.

Bericht L’essentiel (31.05.2023)