Acht weitere Corona-Tote und über 700 Neuinfektionen im Saarland

Im Saarland wurden am heutigen Mittwoch(28. Dezember 2022) acht weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Das Robert-Koch-Institut verzeichnet zudem über 700 Neuinfektionen. Allerdings sind die Zahlen nach den Weihnachtsfeiertagen verzerrt:
Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa-Bildfunk
Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa-Bildfunk

Neuinfektionen & Inzidenz im Saarland

Am heutigen Mittwoch (28. Dezember 2022) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) für das Saarland weitere 738 Coronavirus-Fälle gemeldet (Mittwoch der Vorwoche: 546). Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohnenden und Woche, aktuell bei 205,1 (Vortag: 186,4; Vorwoche: 234,1).

Das Institut weist jedoch darauf hin, dass die Zahlen in der Zeit um Weihnachten und Silvester ein eher verzerrtes Bild der Lage zeigen. Zum einen da Schulen und Kitas geschlossen sind, zum anderen da Kontaktmuster und Mobilitätsverhalten anders sind. Weniger Menschen gehen zum Arzt, womit weniger Tests gemacht werden. Zudem übermitteln nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten täglich an das RKI.

Dunkelziffer wohl hoch

Darüber hinaus gehen in die offizielle Statistik ausschließlich positive PCR-Tests ein. Da nicht alle Infizierten ein positives Schnelltest-Ergebnis mit einem PCR-Test bestätigen lassen, ist die Dunkelziffer nach Schätzung von Expert:innen wohl deutlich höher.

Acht weitere Todesfälle registriert

Die Gesamtzahl der Infektionen mit Sars-CoV-2 seit Ausbruch der Pandemie beträgt im Saarland inzwischen 478.099. Das RKI verzeichnete acht weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus (Saarbrücken: 5; Saarlouis: 2; Merzig-Wadern: 1. Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Coronainfektion gestorben sind, steigt damit auf 2.010. Derzeit sind zudem rund 5.800 Menschen aktiv infiziert. Als genesen gelten derweil circa 470.300 Personen.

Corona-Lage in den Saar-Landkreisen

Lage auf den Intensivstationen und Hospitalisierungsinzidenz

Aktuell befinden sich 16 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, auf den saarländischen Intensivstationen. Von ihnen erhalten 3 eine invasive Beatmung. Das RKI gibt die Hospitalisierungsrate jetzt mit 12,62 an.

Hinweis

Die Daten des RKI können sich wegen Meldeverzug von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der mit einem PCR-Test nachgewiesenen Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet. In den Wert fließen auch Reinfektionen ein.

Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Hospitalisierungsinzidenz: Der Wert zeigt an, wie viele Corona-Patient:innen pro 100.000 Einwohner:innen in einem Sieben-Tage-Zeitraum im Krankenhaus aufgenommen wurden - auf allen Stationen. Wegen Meldeverzugs kann er die tatsächliche Hospitalisierungsrate deutlich unterschätzen.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
- eigene Recherche
- eigene Artikel
- Deutsche Presse-Agentur