Angepasster Corona-Impfstoff soll am 12. September im Saarland ankommen

Die saarländischen Impfzentren und Arztpraxen sollen ab dem 12. September den neuen Corona-Impfstoff verimpfen können. Dieser ist an die BA.1-Variante angepasst, wirkt jedoch auch gegen die aktuell dominante Variante besser. Ein Experte rät, sich an die individuellen Empfehlungen zu halten.
Im Saarland wird ab dem 12. September der angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa-Bildfunk
Im Saarland wird ab dem 12. September der angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa-Bildfunk

Das Impfzentrum Neunkirchen bietet den neuen, angepassten Corona-Impfstoff ab dem 12. September an. Das erklärte der Leiter Dr. Dirk Jesinghaus dem SR. Im Saarland sollen die Impfzentren und alle Arztpraxen die neuen Impfstoffe verimpfen. Darüber hinaus soll es auch weitere Impfaktionen etwa in Zelten, Supermärkten oder Pflegeeinrichtungen geben.

Neue Vakzine wirkt auch gegen dominante Variante BA.5 besser

Die neuen Vakzine von Biontech und Moderna sollen in den kommenden Tagen von der EU-Kommission zugelassen werden. Zwar sind sie auf die BA.1-Variante zugeschnitten, jedoch wirken die Impfstoffe auch gegen die aktuell dominante Omikron-Variante BA.5 deutlich besser.

Wer jetzt dran ist, sollte nicht auf noch neuere Impfstoffe warten

Wie Jesinghaus weiter erklärt, hätten Laborversuche eine um ein Drittel verbesserte Wirksamkeit gegen BA.5 gezeigt. Speziell auf diese und die BA.4-Variante angepasste Vakzine seien in Arbeit. Der Experte rät im SR jedoch davon ab, auf diese zu warten. „Wenn ich von meinem Impfschema her jetzt dran bin, würde ich den BA.1-Impfstoff nehmen.“

Abfolge und Impfempfehlung bleiben bestehen

Laut Jesinghaus wolle man die Abfolge dabei gar nicht ändern. Die neuen Impfstoffe dienen demnach der Auffrischung der bisherigen Vakzine. Wer sich ab dem 12. September impfen lässt, erhält automatisch den neuen Impfstoff. Dass jemand zusätzlich für das angepasste Vakzin kommt oder gar eine fünfte Impfung erhält, sei nicht vorgesehen.

Auch die Impfempfehlung bleibt bestehen. So wird die zweite Auffrischung bislang nur Menschen mit Vorerkrankungen und über 60-Jährigen empfohlen. Bei allen anderen bleibt es beim einmaligen Booster sechs Monate nach der Grundimmunisierung.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk