Anstieg von Delikten: Homburg stellt Kriminal- und Unfallstatistik vor

In Homburg ist die Zahl von Straftaten im Jahr 2022 im Vergleich zum Corona-geprägten Vorjahr erwartungsgemäß gestiegen. Die Polizei stellte eine detaillierte Unfall- und Kriminalstatistik vor:
Der städtische Beigeordnete Manfred Rippel, Gernot Scheller, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Homburg, und Simone Müller-Orschekowski, Leiterin der Ortspolizeibehörde stellten die Homburger Unfall- und Kriminalstatistik vor. Foto: Stadt
Der städtische Beigeordnete Manfred Rippel, Gernot Scheller, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Homburg, und Simone Müller-Orschekowski, Leiterin der Ortspolizeibehörde stellten die Homburger Unfall- und Kriminalstatistik vor. Foto: Stadt

Homburg trotz Anstieg der Delikte „grundsätzlich sicher“

Die Polizei in der Stadt Homburg hat am heutigen Montag (6. November 2023) die Kriminalitäts- und Unfallstatistik der Kreisstadt für das Jahr 2022 vorgestellt. Nach dem Ende der Corona-Einschränkungen sind die Fallzahlen erwartungsgemäß angestiegen. Bereits im Vorjahr war eine Steigerung im Vergleich zum Pandemie-Höhepunkt 2020 erkennbar. Dennoch können sich die Menschen in Homburg und dem Saarpfalz-Kreis grundsätzlich sicher fühlen.

Drittgrößte Stadt im Saarland auf Platz 7 im „Kriminalitätsranking“

Der Statistik zufolge liegt die Stadt in Sachen Kriminalität auf Platz 7 im Ranking aller Städte und Gemeinden im Saarland. Für die drittgrößte Stadt im Bundesland sei das „absolut okay“, so Gernot Scheller, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Homburg. Neben dem Stadtgebiet ist die Polizeiinspektion Homburg auch Blieskastel, Kirkel, Mandelbachtal, Gersheim und Bexbach zuständig – insgesamt 118.000 Bürger:innen.

Zahl der Delikte im Vergleich zu Vorjahr gestiegen

Im Jahr 2022 wurden der Erhebung zufolge insgesamt 7.167 Straftaten registriert – 10,5 Prozent des gesamten Saarlands. 2021 waren es noch 2.473. Von den Delikten im vergangenen Jahr erfolgten 2.910 im Stadtgebiet.  „Angsträume“ oder Plätze mit besonders vielen Vorkommnissen gebe es allerdings nicht.

Mehr Körperverletzungen, weniger Sachbeschädigungen

Von den Straftaten waren 54 Einbrüche – die meisten davon in der Innenstadt und Erbach. Da dort die meisten Menschen leben, sei auch das völlig „normal“, so Scheller. Insgesamt 209 Körperverletzungen wurden 2022 verzeichnet, davon wurden 78 als „gefährlich“ eingestuft. Damit ist die Zahl gestiegen. Im Vorjahr lag sie bei 142, im ersten Pandemie-Jahr bei 179. Die Zahl der Sachbeschädigungen sank von 380 (2021) auf 316, die der Beschädigungen an Fahrzeugen von 205 auf 145. Derweil nahmen Graffiti-Straftaten zu (13 in 2021; 48 in 2022).

Raub, Diebstahl und Rauschgiftdelikte

Im öffentlichen Raum kam es der Statistik nach zu acht Raubdelikten (6 in 2021). Zudem verzeichnet sie 175 Diebstahlsdelikte (116 in 2021) und 80 Taschendiebstähle (92 in 2021). Die Zahl der Rauschgiftdelikte stieg in Homburg um 14 Fälle auf 106.

Nur einer von 81 Betrugsversuchen „glückte“

Obwohl im Jahr 2022 nur einer von 81 Betrugsversuchen an meist älteren Menschen gelungen war, bereiten Schockanrufe, Enkeltricks, falsche Polizeibeamte oder WhatsApp-Betrugsmaschen der Polizei Sorge. Der Gesamtschaden im Saarland lag 2022 bei 2.213.987 Euro. Die Dunkelziffer dürfte laut PI Homburg deutlich höher sein, da sich Betroffene oft nicht trauten, diese anzuzeigen. Man wolle daher weiter sensibilisieren.

Mehr Unfälle verzeichnet

Abschließend gab Gernot Scheller die Unfallstatistik für das abgelaufene Jahr bekannt. Demnach gab es 2022 mehr als 31.000 Unfälle im Saarland. 2021 waren es 30.317. Dabei kamen 30 Personen ums Leben, davon jedoch keine:r in Homburg. Unfallflucht sei jedoch ein großes Thema. Die Aufklärungsquote habe sich allerdings „auch durch mehr Kameraaufnahmen“ deutlich verbessert.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der Stadt Homburg