Auffrischimpfungen ab September und Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren beschlossen

Die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern haben sich im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am heutigen Montag (2. August 2021) darauf geeinigt, dass man ab September deutschlandweit mit Auffrischimpfungen für Risikogruppen beginnen wird. Zudem will man allen Kindern ab 12 Jahren ein Impfangebot machen.

Jens Spahn (CDU) hat sich mit den Gesundheitsminister:innen der Länder geeinigt. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz

Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) haben sich die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern am heutigen Montag unter anderem über die nächsten Schritte zur Vorgehensweise bei den Auffrischimpfungen und einem Impfangebot für Kinder und Jugendliche beraten. Dabei konnten die folgenden Beschlüsse erzielt werden:

Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren

Zunächst haben die Gesundheitsminister:innen beschlossen, dass allen Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren ein Impfangebot gemacht werde. Dabei soll es Angebote in den Impfzentren, aber auch andere niedrigschwelligen Angebote für eine Schutzimpfung geben. Voraussetzung für eine Corona-Impfung soll eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie die Zustimmung der Eltern oder anderer Sorgeberechtigter sein. In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, dass dies zu einem „sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien beitragen“ könne.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte hierzu am Montagabend: „Auch 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche, die sich nach ärztlicher Aufklärung für eine Impfung entscheiden, können sich und andere mit einer Impfung schützen. Deshalb ist es gut, dass die Länder auch dieser Altersgruppe möglichst niedrigschwellig ein Impfangebot machen wollen“, so Spahn.

Auffrischimpfungen für Risikogruppen ab September

Die Gesundheitsminister:innen haben sich zudem darauf geeinigt, dass man bereits ab September mit Auffrischimpfungen für Risikopatient:innen beginnen werde. Der saarländische Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling  erklärte hierzu am Montagabend: „Beschlossen wurde, dass, im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge, die notwendige Auffrischimpfung ab September mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt werden. Im Saarland kommen, wie bereits zu Beginn der Impfkampagne, mobile Teams in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen zur Durchführung der Auffrischimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff zum Einsatz“. Die Auffrischimpfung werde in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie angeboten.

Saarland plant weitere Impfangebote ab September

„Darüber hinaus wird ab September, ebenfalls im Sinne der gesundheitlichen Vorsorge, allen bereits vollständig geimpften Bürgerinnen und Bürgern, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, ebenfalls eine weitere Impfung mit den mRNA-Impfstoffen BioNTech oder Moderna angeboten. Dies kann in den Impfzentren der Länder oder durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte erfolgen“, heißt es zudem in einer Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums vom Montagabend.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums vom 02.08.2021

Meistgelesen