Auszug verschoben: Café Zing in Saarbrücken bleibt im Sommer geöffnet

Das Café Zing in Saarbrücken muss wegen eines geplanten Gebäudeabrisses schließen. Nun gibt es für die Gäste des beliebten Lokals eine gute Nachricht: Der Auszugstermin wurde nach hinten verschoben.
Das beliebte Café Zing in Saarbrücken muss im September schließen. Foto: Café Zing
Das beliebte Café Zing in Saarbrücken muss im September schließen. Foto: Café Zing

Zumindest in diesem Sommer können Saarbrücker:innen noch Kaffee, Kuchen, Drinks und Jazz im „Zing“ in der Richard-Wagner-Straße genießen. Das Café muss erst am 30. September aus dem Gebäude ausziehen. Ursprünglich sollte das „Zing“ bereits Ende Juni schließen. Der neue Eigentümer habe nun jedoch einer Verschiebung zugestimmt, wie das Lokal auf Instagram mitteilt. Die große Abrissparty, die für den Freitag (25. Juni 2022) geplant ist, findet dennoch statt – nun allerdings als letzte Jubiläumsfeier des „Zings“.

 

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Haus soll abgerissen werden – Neueröffnung unwahrscheinlich

Hoffnungen auf eine dauerhafte Erhaltung des Cafés sollten sich die Gäste allerdings nicht machen.  Wie „Zing“-Betreiberin Awa Taban Shomal bereits klarstellte, soll das Haus nach wie vor abgerissen werden.  Auf dem Grundstück will der Eigentümer ein Studierendenwohnheim bauen. Auch ein Umzug des Cafés ist unwahrscheinlich. Die Wiedereröffnung würde – trotz der „verlängerten Galgenfrist“ – auf den Herbst fallen. Dann steigen voraussichtlich die Corona-Infektionsraten, und neue Einschränkungen drohen. „Nein, Danke“, schrieb Shomal auf Instagram.

Suche nach geeigneten Standorten schwierg

Immerhin kann die Betreiberin dank der Verschiebung den ersten „normalen Sommer“ nach zwei Jahren Pandemie doch noch mitnehmen. Für den Aufbau eines neuen Ladens fehlen jedoch weiterhin geeignete Standorte. Die Suche nach einem neuen Lokal dürfte sich schwierig gestalten, erklärte die Gastronomin. Eine Neueröffnung sei nur denkbar, „wenn sich ein Laden findet im Nauwieser Viertel, der leersteht, der eine Außenterrasse hat, eine Kneipenkonzession und indem man wöchentlich Jazzkonzerte veranstalten kann, ohne dass die Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen wird, und mich lyncht“, so Shomal. Die Betreiberin sieht die Aussichten daher pessimistisch.

Verwendete Quellen:
– Eigene Artikel
– Zing auf Instagram