Bio-Eier aus Heusweiler sind gefragt

Im Heusweiler Ortsteil Obersalbach-Kurhof gibt es etwa 16 mal mehr Hühner als Menschen.
Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)
Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)
Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)
Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Alles Bio
Rund 11 000 Stück Federvieh
leben auf dem Bioland Geflügelhof der Familie Zenner. Fipronil? Als Geflügelzüchter kennt sich Martin Zenner mit dem Thema natürlich aus, aber eine Überprüfung würde ihm keine schlaflosen Nächte bereiten. Es waren nämlich „Stallwaschfirmen“ die das Insektizid unter die Hühner brachten.

Und das sei eben nur in den großen Betrieben, wie etwa in Belgien und den Niederlanden möglich. In seinem vergleichsweise kleinen Betrieb gibt es keine Fremdfirma. „So weiß ich auch, welche Mittel eingesetzt werden“, erklärt Zenner — und Fipronil gehöre auf keinen Fall dazu.

Die Auswirkungen des Skandals
„Wir haben vor allem an unserem Automaten an unserem Hof mehr Eier verkauft als vorher. Und auch die Nachfrage des Handels nach unseren Bio-Eiern ist angestiegen.“ Zudem habe man von Privatkunden gehört, sagt Zenner, „dass der Verbraucher beim Kauf von Eiern aufmerksamer geworden ist.“

So bekämpft der Hof Insekten
Zenner bekämpft die unerwünschten Insekten, indem er dem Hühnerfutter ein Kräutergemisch mit Knoblauchanteil beimischt. Die Tiere nehmen den Knoblauch dann durch das Futter auf und dünsten den Geruch über die Haut wieder aus. Dadurch würde der Befall von beispielsweise Milben stark reduziert.

Zudem könnten die Hühner ihr Gefieder in Sandkästen reinigen, die in den drei Großställen aufgestellt sind. Sie „pudern“ sich sozusagen im Sand.

Mit Verwendung von SZ-Material.