Böswilliger Alarm, Brand und mehr: Feuerwehr St. Ingbert schwer gefordert

In den vergangenen Tagen hatte die Freiwillige Feuerwehr in St. Ingbert alle Hände voll zu tun. Die ehrenamtlichen Helfer:innen mussten zu mehreren Einsätzen ausrücken – nicht immer aus gutem Grund:
Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Lino Mirgeler
Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Lino Mirgeler

Unklarer Brandgeruch im Stadtgebiet von St. Ingbert

Am Mittwochabend (26. April 2023) begann für die Freiwillige Feuerwehr in St. Ingbert eine Einsatz-Serie, die sich über 24 Stunden streckte. Zunächst hatte eine Anwohnerin in der Karl-Uhl-Straße Brandgeruch gemeldet. Die Einsatzkräfte bemerkten vor Ort zwar einen ungewöhnlichen Geruch im Stadtgebiet. Die Ursache konnten sie jedoch trotz Fahrten zu mehreren Kontrollpunkten nicht feststellen.

Feuer in Mehrparteienhaus

Am Donnerstag gegen 13.30 Uhr mussten die Einsatzkräfte dann erneut ausrücken. Es brannte in der Straße „Auf Mühlental“. Der Rauchmelder in der Wohnung eines Mehrparteienhauses hatte begonnen, zu piepen. Der Rauch drang aus den Fenstern. Da die Wehrleute aufgrund der ersten Meldung davon ausgingen, dass sich eine Person in den Räumlichkeiten befand, brachen sie die Tür gewaltsam auf. Bei einer Durchsuchung trafen sie jedoch niemanden an. Die Einsatzkräfte brachten qualmende Elektrogeräte aus der Wohnung und belüfteten sie im Anschluss mit einem Überdrucklüfter.

Wehrleute assistieren auf dem Rückweg bei Unfall

Auf der Rückfahrt passierte das Löschfahrzeug daraufhin eine Unfallstelle in der Ensheimer Straße. Die Einsatzkräfte hielten an und sicherten bis zum Eintreffen der Polizei die Unfallstelle. Zudem überprüften sie die Rollstuhlhebeanlage an einem Fahrzeug, damit der Fahrer dieses mit dem Rollstuhl verlassen konnte.

Böswilliger Alarm in Pflegeeinrichtung

Nur kurz darauf, gegen 15.00 Uhr, löste die Brandmeldeanlage in einer Pflege- und Betreuungseinrichtung in der Klaus-Tussing-Straße aus. Als die Einsatzkräfte aus St. Ingbert, Rohrbach und Hassel eintrafen, war jedoch schnell klar, dass es sich um einen böswilligen Alarm handelte. Eine Person hatte den Handdruckmelder der Brandmeldeanlage betätigt.

Feuerwehr öffnet Tür und rettet Person über Drehleiter

Einige Stunden später, um 18.45 Uhr, rückte die Feuerwehr erneut aus. In der Elstersteinstraße mussten die Einsatzkräfte eine Tür öffnen, damit der Rettungsdienst eine Person in der Wohnung medizinisch betreuen konnte. Die Wehrleute verschafften sich Zugang zur Wohnung und retteten die Person nach der Erstversorgung über die Drehleiter aus dem Gebäude.

Gasgeruch im Keller

Letztlich sorgte Gasgeruch am Donnerstagabend für einen weiteren Einsatz der freiwilligen Helfer:innen. Eine Bewohnerin hatte gegen 22.15 Uhr einen gasähnlichen Geruch in ihrem Keller gemeldet. Unter schwerem Atemschutz und mit Messgeräten ausgestattet, untersuchten die Wehrleute verschiedene Stellen. Dabei konnten sie jedoch keinen gefährlichen Messwert feststellen. Die Stadtwerke übernahmen die Einsatzstelle und für die Wehrleute endete ein einsatzreicher Tag.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert