Busfahrerstreik im Saarland: Weiterhin unklar, ob Schulbusse am Freitag fahren

Auch am späten Donnerstagabend bleibt es weiterhin unklar, ob am morgigen Freitag (27. September) Schulbusse in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen fahren werden. Der Tarifkonflikt spitzte sich heute noch einmal deutlich zu.
Auch am Donnerstagabend steht noch nicht fest, ob die Schulbusse in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen am Freitag fahren. Foto: BeckerBredel
Auch am Donnerstagabend steht noch nicht fest, ob die Schulbusse in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen am Freitag fahren. Foto: BeckerBredel
Auch am Donnerstagabend steht noch nicht fest, ob die Schulbusse in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen am Freitag fahren. Foto: BeckerBredel
Auch am Donnerstagabend steht noch nicht fest, ob die Schulbusse in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Völklingen am Freitag fahren. Foto: BeckerBredel

Weiterhin unklar, ob morgen Schulbusse im Saarland fahren

Nachdem Verdi-Verhandlungsführer Christian Umlauf am Donnerstagmittag in Aussicht gestellt hatte, dass trotz des laufenden Busfahrerstreiks am Freitag wenigstens die Schulbusse im Saarland fahren werden, bleibt es auch am späten Donnerstagabend (Stand 21:04 Uhr) noch ungeklärt, ob der Schulverkehr entsprechend bedient wird. Umlauf machte die Entscheidung von der Zustimmung der Betriebsräte abhängig. Ob diese vorliegt, ist aktuell noch nicht nach außen gedrungen.

Auch die Saarbahn GmbH selbst tappt derzeit noch im Dunkeln. So heißt es in einem Beitrag in den sozialen Medien: „Es können keine zuverlässigen Aussagen darüber getroffen werden, ob die Schulbuslinien durch private Auftragsunternehmen gefahren werden können.“

Gegenseitige Vorwürfe im Tarifstreit: Lage spitzt sich zu

Der Tarifkonflikt spitzte sich indessen zu. So erhob die Gewerkschaft am Mittag schwere Vorwürfe gegen die Arbeitgeberseite. So war die Rede von „Provokationen, Drohungen und Schikanen seitens der Arbeitgeber“.

Die Saarbahn GmbH wehrte sich am frühen Abend gegen die Vorwürfe von Verdi. So äußerte Peter Edlinger, Geschäftsführer der Saarbahn: „Mitnichten hat die Saarbahn Provokationen in den Arbeitskampf eingebracht. Vielmehr wurde der verbleibende Geschäfts- und Betriebsverkehr der Saarbahn durch rechtswidrige dauerhafte Blockaden in einer Weise beeinträchtigt, die nicht mehr hinnehmbar waren.“

Edlinger wirft den Streikenden sogar vor, dass diese das Fahrpersonal privater Busunternehmen, das für verschiedene Linien hätte einspringen können, massiv angefeindet hätten:  „Mittlerweile wurden wir von unseren Auftragsunternehmern um Unterstützung gebeten, weil ihre Fahrer angepöbelt und bedroht wurden“, beschreibt Edlinger die Situation. Viele dieser Busfahrer hätten laut Edlinger zwischenzeitlich Angst und trauten sich nicht, ihren Dienst anzutreten.

Verwendete Quellen:
• Angaben von Verdi
• Angaben der Saarbahn GmbH