Chaotische Zustände: Peterberg und Schaumberg gesperrt

Viele wollten am Samstag den Peterberg und den Schaumberg besuchen. Wegen des Andrangs wurden Zufahrten jetzt dicht gemacht. Der Erbeskopf in Rheinland-Pfalz könnte weiter gesperrt bleiben.
Die Zufahrt zum Peterberg wurde gesperrt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Bildfunk
Die Zufahrt zum Peterberg wurde gesperrt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Bildfunk
Die Zufahrt zum Peterberg wurde gesperrt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Bildfunk
Die Zufahrt zum Peterberg wurde gesperrt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Bildfunk

Wegen des großen Besucherandrangs ist die Zufahrt zum Wintersportgebiet am Peterberg bei Braunshausen (Kreis St. Wendel) vorerst gesperrt werden. Wie ein Sprecher der saarländischen Polizei mitteilte, herrschte am Wochenende rund um die Erhebung (584 Meter) wesentlich größerer Andrang als normalerweise.

Polizei: Situation zeitweise chaotisch

Zeitweise war die Verkehrssituation laut Polizei chaotisch. So habe beispielsweise die Kapazität der Parkplätze nicht für den Ansturm der Ausflügler:innen ausgereicht. Auch mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Regeln sei die Situation „sehr unbefriedigend gewesen“, sagte Braunshausens Ortsvorsteher Heinz-Peter Koop (SPD) auf Anfrage. Schon seit dem Jahreswechsel sei zu beobachten gewesen, dass der Andrang so groß war, dass viele Menschen Abstandsregeln nicht einhalten konnten.

Sperrungen auch am Schaumberg

Auch ein Großteil der Parkplätze am Schaumberg (Kreis St. Wendel) wurde gesperrt. Zur Vermeidung von Menschenansammlungen soll die Zufahrt ab der Jugendherberge an Wochenenden von 10.00 bis 16.00 Uhr kontrolliert werden und nur eingeschränkt möglich sein. Die Bevölkerung soll von einem Besuch des Schaumbergs absehen, so die Gemeinde Tholey.

Schnee erwartet

Wie lange die Zufahrtswege gesperrt bleiben, blieb zunächst unklar. Für Sonntag wird in der Region Schnee erwartet. Zunächst hatte der „Saarländische Rundfunk“ über die Schließung der Zufahrtswege berichtet.

Sperrung am Erbeskopf könnte bleiben

Die Hauptzufahrt zum Wintersportgebiet Erbeskopf im Hunsrück bleibt womöglich auch in der kommenden Woche gesperrt. Momentan sei die Situation zwar überschaubar, wie ein Sprecher der Polizei in Morbach (Kreis Bernkastel-Wittlich) am Samstag sagte. „Würden Beamte aber nicht die Zufahrt kontrollieren, wäre dort oben sicher mehr los“, fügte er hinzu.

Seit vergangenen Dienstag ist die Landesstraße 164 zum höchsten Berg von Rheinland-Pfalz (816 Meter) tagsüber zwischen 08.30 Uhr und 16.00 Uhr gesperrt, um chaotische Verkehrsverhältnisse aufgrund hoher Besucherzahlen zu verhindern. Die Hauptzufahrt zum Erbeskopf war – wie auch die Zufahrtsstraßen zu den Wintersportgebieten Schwarzer Mann und Wolfsschlucht bei Prüm (Eifelkreis Bitburg-Prüm) – zunächst bis Sonntag gesperrt.

Nach Verkehrschaos

Auf dem Erbeskopf sind Lifte im jetzigen Corona-Winter zwar nicht in Betrieb, dennoch seien dort auch am Samstag Ausflügler:innen zu Fuß unterwegs gewesen. Allerdings deutlich weniger als etwa vergangenen Montag, als tausende Menschen auf den Erbeskopf geströmt waren – viele von ihnen per Auto angereist. Bei Behörden hatte jedoch nicht nur das hohe Verkehrsaufkommen Besorgnis ausgelöst, sondern auch, dass Corona-Beschränkungen wie das Abstandsgebot vielfach von Besuchern nicht eingehalten worden seien.

Nachdem sich die Situation auch über den Neujahrstag und am Samstag beruhigt hatte, müsse nun abgewartet werden, wie sich die Lage weiterhin entwickle, sagte der Polizeisprecher. „Es ist vorstellbar, dass der Andrang nach einer Aufhebung der Sperrung wieder zunimmt und wir dort einen Corona-Hotspot haben“, gab er zu bedenken.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Mitteilung der Gemeinde Tholey, 02.01.2021