Fastnacht im Saarland: So sieht der Plan des Verbands Saarländischer Karnevalsvereine aus

Der Verband Saarländischer Karnevalsvereine hat über seine Pläne in der bevorstehenden Fastnachts-Session 2021/2022 informiert. Coronabedingte Absagen will man demnach unbedingt vermeiden, soweit es das Infektionsgeschehen zulässt. Dafür will der Verband kreative Lösungen finden. Es stehen einige Neuerungen an.
So volle Hallen werden wir auch bei der kommenden Fastnacht im Saarland wohl nicht sehen. Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold
So volle Hallen werden wir auch bei der kommenden Fastnacht im Saarland wohl nicht sehen. Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

VSK informiert über Fastnachts-Pläne im Saarland

Der Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) hat sich im Rahmen einer Präsidiumssitzung intensiv über die bevorstehende Fastnachts-Session im Saarland beraten. Für die Karnevalist:innen ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits klar, dass es nach der bereits ausgefallenen Fastnacht in diesem Jahr, auch in 2022 keine normale Session mit Präsenzveranstaltungen geben kann. Absagen möchte der Verband seine Veranstaltungen jedoch nicht. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei es wichtig, ein wenig Freude und auch Abwechslung in den Alltag der Menschen zu bringen.

VSK: Fastnacht kann man nicht einfach aus dem Kalender streichen

„Dabei untermauern wir erneut unseren Standpunkt, dass man Fastnacht und karnevalistisches Brauchtum nicht einfach aus dem Kalender streichen kann, sondern dieses uns so wichtige Brauchtumsfest ein fester Bestandteil des Jahreskalenders vom 11.11. bis zu Aschermittwoch gehört“, betont ein Sprecher des VSK.

Karnevalist:innen setzen auf kreative Lösungen

Auch wenn an ein ausgelassenes Feiern wie in den Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie nicht zu denken sei, möchte der VSK seine 180 Mitgliedsvereine sowie seine 38.000 Mitglieder im Saarland dazu ermutigen, kreative Lösungen zur Umsetzung von Fastnachtsveranstaltungen zu finden. Motivation dafür solle die Freude sein, die Fastnacht den Menschen vermittele.  „Wir sind davon überzeugt, dass dieser ureigene Zweck des karnevalistischen Brauchtums uns allen Ansporn geben sollte, genau dafür Lösungen und Angebote zu finden“, so der VSK.

Vereine sollen finale Entscheidungen selbst treffen

„Wir ermutigen unsere Vereine deshalb, karnevalistische Aktivitäten unter Einhaltung und auch harter Kontrolle aller geltenden Regeln nach der gültigen Landesverordnung zu planen, wohlgleich jeder Verein für sich gesehen, nach örtlichen und finanziellen Gegebenheiten selbst eine finale Entscheidung treffen muss„, so der weitere Appell des Verbands.

Kreative Lösungen für Fastnacht im Saarland gefragt

Es seien jetzt kreative Lösungen gefragt, um der Lage zu trotzen. Der VSK schlägt Möglichkeiten wie beispielsweise digitale Angebote, Außenveranstaltungen oder Veranstaltungen in Innenräumen mit festen Sitzplätzen, reduzierten Kapazitäten und unter Einhaltung der 2G-Plus-Regeln vor.

Wahl zum Prinzenpaar des Jahres erstmals als Außenveranstaltung

Der Verband Saarländischer Karnevalsvereine will bei seinen eigenen Veranstaltungen mit gutem Beispiel vorangehen. So soll die Wahl zum Prinzenpaar des Jahres mit Treffen aller Prinzenpaare erstmals als Außenveranstaltung unter 2G plus geplant und die Prämierungen Orden und Pin des Jahres digital durchgeführt werden. Die saarländische Narrenschau soll hingegen in Präsenz in der Industriekathedrale Alte Schmelz St. Ingbert unter 2G-Plus und reduzierter Besucherzahl stattfinden, so der VSK.

VSK: Müssen Infektionslage weiter im Blick behalten

„Wir müssen jedoch auch das Infektionsgeschehen weiter eng beobachten und zu gegebener Zeit gegebenenfalls andere Aktivitäten definieren. Wir ermutigen unsere Vereine nicht den Mut zu verlieren. Karnevalistisches Brauchtum ist Kulturgut, das auch über schwierige Zeiten hinweg gepflegt und bewahrt werden muss“, so der Verband abschließend.

Verwendete Quellen:
– Informationen des Verbands Saarländischer Karnevalsvereine