Harter Lockdown über Ostertage

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich mit den Länderchefs Söder und Müller über einen radikalen Lockdown für mehrere Tage geeinigt haben. Demnach sollen auch Supermärkte schließen müssen. Das berichtet der "Spiegel".

+++ Update 02.52 Uhr +++

Inzwischen ist die genaue Ausgestaltung des Oster-Lockdowns geklärt. Vom 1. bis einschließlich 5. April, also vom Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden. Nur am Karsamstag soll demnach der  „Lebensmittelhandel im engeren Sinne“ geöffnet bleiben. Ansonsten gelten strenge Kontaktregelungen und Ansammlungsverbote. Mehr Informationen findet ihr unter: „Bund-Länder-Gipfel: Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick“.

Der Ausgangsartikel von 00.20 Uhr lautete:

Kompletter Shutdown über Ostern möglich

Anfang April könnte es einen radikalen Lockdown in Deutschland geben. Wie der „Spiegel“ kurz nach Mitternacht berichtete, soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen einer kleinen Runde mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und Vizekanzler Olaf Scholz auf einen kompletten Shutdown geeinigt haben. 

Über das genaue Datum des Shutdowns herrsche laut Angaben des „Spiegels“ bislang (Stand: 23. März 2021, 00.48 Uhr) noch keine Klarheit. Geplant sei der radikale Lockdown entweder vom 1. bis zum 6. April 2021 oder vom 1. bis zum 5. April 2021. Mit der verschärften Maßnahme sollen die Osterfeiertage dann von drei auf mindestens fünf Tage ausgedehnt werden, beginnend vom Gründonnerstag, wie der „Spiegel“ berichtet.

Auch Supermärkte sollen schließen

In dem jeweiligen Zeitraum sollen dann sämtliche Geschäfte in Deutschland komplett geschlossen werden, auch die Supermärkte

Regelung noch nicht mit anderen Regierungschefs abgestimmt

Die Regelung ist bislang noch nicht mit den übrigen Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten abgestimmt.

Offizielle Gespräche seit Stunden unterbrochen

Der eigentliche Bund-Länder-Gipfel ist bereits seit etwa 18.35 Uhr unterbrochen. Zuvor gab es große Differenzen bei zahlreichen Verhandlungspunkten. Bundeskanzlerin Merkel sei laut Angaben von Teilnehmern der Bund-Länder-Runde sehr unzufrieden mit der Debatte gewesen. Merkel wünschte sich in zahlreichen Bereichen härtere Corona-Beschränkungen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Mehrere Länderchefs drängten hingegen auf großzügigere Lockerungen. Mehr Informationen dazu findet ihr unter: „Bund-Länder-Beratungen seit Stunden unterbrochen: Merkel unzufrieden mit bisherigen Beschlüssen“.

Fortgang des Gipfels bislang noch unklar

Am Abend waren die Differenzen dann derart groß, dass man sich für eine Pause entschieden hatte. Nachdem sich die Verhandlungen festgefahren haben, wird seither nur noch „im kleinen Kreis“ diskutiert. Auch nach Mitternacht (Stand 00.48 Uhr) sind die offiziellen Verhandlungen immer noch nicht wieder aufgenommen worden. Wann es weitergeht, ist bislang noch nicht klar. 

+++ Update (1.11 Uhr) +++

Die Verhandlungen in großer Runde sind nun wieder aufgenommen worden.

Verwendete Quellen:
– Bericht des „Spiegel“