Hollywood in Zweibrücken: Neuanschaffungen für „R2-D2-Sternwarte“

In der Volkssternwarte in Zweibrücken sind aufgrund der Corona-Pandemie Besuche aktuell nicht möglich. Stillstand herrscht dennoch nicht. So wurden in der Zwischenzeit eine neue Installation und umfangreiche Renovierungen durchgeführt.

Hier zu sehen: die Sternwarte in Zweibrücken. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze
Hier zu sehen: die Sternwarte in Zweibrücken. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Die Volkssternwarte in Zweibrücken bietet einen tiefen Blick mittels Teleskop in das Universum. Zudem sieht sie aus wie der große Bruder von dem bekannten Astromechdroiden R2-D2 aus Star Wars. Über die kosmische Bemalung staunte bereits Hollywood-Schauspieler Mark Hamill, der in der Sternenkrieg-Saga Luke Skywalker verkörpert. „R2-D2 Observatorium hat Deutsche in riesige Nerds verwandelt“, twitterte Hammil.

Renovierungen

„Aktuell haben wir in der Sternwarte und an der Kuppel umfangreiche Renovierungen durchgeführt und durch Neuanschaffungen einen hohen technischen Standard erreicht“, sagte Klaus Portscheller vom Naturwissenschaftlichen Verein Zweibrücken der Deutschen Presse-Agentur („dpa“). Durch eine neue Installation sei jetzt die Computersteuerung des Teleskops möglich.

Die Volkssternwarte sehe ihre Aufgabe darin, das Haus für alle zu öffnen. Leider mache die Corona-Pandemie derzeit Besuche unmöglich.

Mehr als nur R2-D2

Auf das Aussehen reduziert will Informatik-Professor Hubert Zitt die Sternwarte nicht wissen. „Wir sind stolz auf unser 14-Zoll-Teleskop mit vier Meter Brennweite, mit dem man ferne Galaxien beobachten kann. Es ist ein Unterschied, ob man die Saturnringe mit eigenen Augen sieht oder im Buch“, sagte er der „dpa“ zufolge.

Den Todesstern aus Star Wars habe er zwar noch nicht entdeckt, so Zitt augenzwinkernd. „Aber wir sind weiter auf der Suche.“

Hintergrund

Auf der Suche nach einem neuen Look für die Sternwarte sei Zitt vor zwei Jahren auf den eigenwilligen Kameraden von Skywalker und Co. gekommen, meldet „dpa“. Weil das Observatorium sowieso ein wenig aussehe wie R2-D2, habe man sich für den galaktischen Kubus entschieden. Zudem war die Sternwarte etwas in die Jahre gekommen. „Nachdem die Hochschule und der Naturwissenschaftliche Verein zustimmten, haben wir uns mit fünf Leuten ans Werk gemacht“.

Die Sternwarte ist Eigentum des Naturwissenschaftlichen Vereins, der auch Workshops über Fotografie und Bildbearbeitung von astronomischen Objekten anbietet. Er erhofft sich vom Anstrich weitere Bekanntheit – und mehr Mitglieder, um den künftigen Betrieb der Station zu sichern.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Press-Agentur

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