Kampfjet-Lärm nervt die Saarbrücker

Ohrenbetäubender Lärm schreckt seit einigen Wochen wieder mal die Bewohner im Westen der Landeshauptstadt und in Völklingen auf. Ursache des Problems: Der Luftraum über dem Saarbrücker Westen ist Teil eines „Sonderluftraums“.

Symbolfoto. Bild: Yuri Kochetkov/dpa
Symbolfoto. Bild: Yuri Kochetkov/dpa

„Als TRA (Temporary Reserved Airspace) werden zeitweilig reservierte Lufträume bezeichnet, die eingerichtet wurden, um für einen bestimmten Zeitraum Flugübungen und Manöver mit Militärmaschinen durchzuführen“, schreibt das Innenministerium auf seiner Internetseite. 

Die Einrichtung solcher Sonderräume dient der Flugsicherheit, um Kollisionen beziehungsweise gefährliche Annäherungen zwischen dem zivilen Luftverkehr und dem militärischen Übungsflugbetrieb zu vermeiden.

Insgesamt gibt es über der Bundesrepublik acht dieser „Sonderlufträume“. Nutzbar ist der „Sonderluftraum“ für Militärmaschinen grundsätzlich von Montag bis Donnerstag, von acht bis 23.30 Uhr, an Freitagen von acht bis 17 Uhr.

Um die Fluglärm-Belastung zu reduzieren, sei bereits im Jahr 2007 „im Rahmen einer freiwilligen Selbsteinschränkung“ das Ende des Flugbetriebs auf 21 Uhr vorverlegt worden – jedoch nur von Mai bis September.

Obwohl das Problem im Saarland schon lange bekannt ist, scheint eine zufriedenstellende Lösung in weiter Ferne.

Das Beschwerdetelefon der Luftwaffe ist unter der Telefonnummer (08 00) 8 62 07 30 zu erreichen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Jana Freiberger).